Seit mehr als einem Monat kaum mehr Niederschlag

Auf der Alpennordseite gab es am 19. November die letzten nennenswerten Niederschläge. Seither gab es beispielsweise in Grenchen keinen Tropfen Regen mehr. Einzelne schwache Störungen brachten zwar dem Osten punktuell etwas Niederschlag, die Trockenheit vermochten dieser aber nicht zu stoppen.

Niederschlagskarte der Schweiz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Niederschlag im Dezember An vielen Orten gab es im Dezember 2016 noch keinen Niederschlag. SRF METEO

Seit Wochen ist der Schneemangel ein grosses Thema in der Schweiz. Über die Ursache spricht aber kaum jemand. Seit über einem Monat gab es nördlich der Alpen kaum mehr Niederschlag. Dem Jura entlang und im Zentralwallis gab es zum Teil seit dem 19. November keinen Tropfen Regen mehr, bzw. es verirrte sich nicht eine Schneeflocke in diese Gegenden. Ganz trocken blieb es seit dem 19. November beispielsweise in Neuenburg, in Grenchen, in Wynau oder in Oron (VD), aber auch in Sitten. Seit Monatsbeginn ganz trocken ist es beispielsweise auch in Disentis, in Cham, in Zermatt, auf der Grimsel oder auf dem Berninapass.

Nur im Süden Niederschlag

In der Nacht vom Sonntag auf Montag brachte eine schwache Störung dem Osten der Schweiz etwas Niederschlag, meist in Form von Schnee. Ausser auf dem Säntis mit 11 Millimetern gab es aber nirgendwo im Osten mehr als 6 Millimeter Niederschlag und entsprechend vermochte der Niederschlag die Trockenheit nicht zu stoppen. Nennenswerte Niederschläge gab es in diesem Monat bis jetzt erst auf der Alpensüdseite und in den angrenzenden Gebieten des südlichen Wallis. Im Val Bavona wurden 41 Millimeter verzeichnet, auf dem Grossen Sankt Bernhard gab es 24 Millimeter, auf dem Simplon 19 Millimeter und in Cevio im Maggiatal 11 Millimeter. Sonst blieben auch in diesen Gebieten die Niederschlagssummen unter 6 Millimetern.

Auf der Rigi ist kein Flecken Schnee zu sehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kein Schnee Ohne Niederschlag kein Schnee. Auf der Rigi ist es völlig aper. Thomas Hunn

Und der Schnee?

Nur im Nordtessin, in den Bündner Südtälern vom Misox bis ins Puschlav und im südlichen und südwestlichen Wallis liegen auf 2500 Metern Meereshöhe mehr als 50 Zentimeter Schnee. In der Simplongegend liegen gemäss Schnee- und Lawinenforschungsinstitut sogar stellenweise 1 Meter 50 Zentimeter Schnee. Im übrigen Alpenraum beträgt die Schneemenge auf 2500 Metern über Meer bestenfalls 20 bis 50 Zentimeter.

Wie im vergangenen Jahr

Seit Ende November dominieren Hochdruckgebiete das Wettergeschehen im Alpenraum. Auch im vergangenen Jahr gab es im Dezember kaum Niederschlag in der Schweiz. In Locarno blieb es damals im Dezember ganz trocken, in Lugano gab es 1 Millimeter Niederschlag und in Sitten waren es 4 Millimeter. Aber auch in Zürich herrscht Trockenheit. Erst im Januar gab es wenigstens im Norden ergiebigen Regen, im Süden setzte der Niederschlag sogar erst im Februar ein.

Blick von Brambrüesch auf ein Nebelmeer im unteren Schanfigg. Dahinter die grünen Hänge Richtung Glaspass. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schnee wäre schön Blick von Brambrüesch ins noch meist grüne Schanfigg. Ursin Tscharner

Wann kommt der Schnee?

Über die Weihnachtstage gibt es auf der Alpennordseite schwache Niederschläge mit Schneefallgrenze meist zwischen 1000 und 1500 Metern. Punktuell ist auch Schnee unter 1000 Meter möglich. Nach jetzigem Wissensstand kann aber erst im Januar mit grösseren Schneemengen gerechnet werden.