Seit Samstagabend fast 180 Millimeter Regen in Lugano

Ausgerechnet an Pfingsten! Es goss zum Teil wie aus Kübeln. Am meisten Regen fiel im Südtessin mit bis zu 180 Millimetern. Auch in den anderen Landesteilen regnete es aber teilweise ergiebig. Trotzdem: Es gab überall auch längere trockene, zum Teil sogar sonnige Phasen.

Regenbogen hinter Palmen und Tessiner Häusern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Regenbogen Da es auch sonnig war, konnte am Pfingstmontag im Valle Morobbia/TI ein Regenbogen beobachtet werden. Sonja Grisetti

Über Pfingsten gab es in allen Landesteilen grosse Niederschlagsmengen. Am kräftigsten goss es im Südtessin. In Lugano fielen von Samstagmorgen bis Dienstagmorgen 177 Millimeter Regen. Damit fiel in Lugano in den letzten drei Tagen ziemlich genau die durchschnittliche Niederschlagsmenge des Monats Juni. Aber auch an den Stationen Stabio und Crana-Torricella fielen innerhalb von 72 Stunden mehr als 160 Millimeter Regen. Trotz den grossen Regenmengen war Pfingsten in Lugano nicht wirklich trist. Am Samstag schien die Sonne während 11 Stunden, am Sonntag zählte man 10 Stunden Sonnenschein. Erst am Montag wurde es trüb. Mit 43 Minuten Sonnenschein konnte man nicht von allzu sonnigen Verhältnissen sprechen. Schon nördlich des Monte Ceneris waren die Niederschlagsmengen mit 80 bis 110 Millimeter dagegen bedeutend geringer.

Schloss Oberhofen am grauen Thunersee, dahinter die Hügelzüge wolkenverhangen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trüb und nass Vor allem am Pfingstmontag war es im Norden trüb und nass, so in Oberhofen am Thunersee. Luciano Moraschinelli

Regen auch im Norden

Auch nördlich der Alpen fiel über Pfingsten immer wieder Regen, allerdings waren die Mengen doch geringer. In den Freiburger und Waadtländer Alpen fielen während der drei Tage aber doch 50 bis 70 Millimeter Regen. Generell war es den Voralpen entlang ziemlich nass. Teilweise war der Regen auch noch durch Gewitter verstärkt. So gab es am Napf 56 Millimeter Regen oder auch in Flawil wurden 53 Millimeter Regen registriert. Trotzdem weniger Regen, war es im Norden auch weniger sonnig. In Ebnat-Kappel gab es zwar am Samstag noch 9 Stunden Sonnenschein, am Pfingstsonntag waren es nur noch 4 Stunden und am Pfingstmontag zeigte sich die Sonne gerade noch 30 Minuten. Obwohl es an Pfingsten nass war, waren es punktuell nicht die grössten Regenmengen der vergangenen Woche. Gewitter brachten unter der Woche schon grosse Regenmengen, so am Mittwoch in Thun mit 57 Millimetern und am Dienstag in Huttwil, wo 80 Millimeter Regen niedergingen.

Blick von Beatenberg auf den Thunersee, dahinter der Niesen mit einer einzigen Quellwolke. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht nur nass Beidseits der Alpen gab es an Pfingsten auch Sonnenschein, so am Samstag bei Beatenberg. Luciano Moraschinelli

Es trocknet langsam ab

Die Natur hatte den Regen nötig. Allgemein waren die letzten Monate zu trocken. Nun wird das Niederschlagsdefizit langsam kompensiert. Auch heute (Dienstag) fällt noch verbreitet Regen, dann ist es bis zum Beginn der kommenden Woche nur noch sporadisch nass.