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Grünes Satellitenbild der Schweiz
Legende: Grüne Landschaft Dank dem feuchten Frühling hat die Vegetation genug Wasser für die Verdunstung. NASA Aqua/MODIS
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Vergleich zum Hitzesommer 2003 Dank Vegetation kaum Rekordhitze im Flachland

Die atmosphärischen Voraussetzungen wären optimal gewesen für neue Rekordtemperaturen im Flachland: heisse Luftmasse, keine Wolken, fast der längste Tag des Jahres, stabiles Hoch, das Druckniveau von 500 hPa lag sogar auf einer Rekordhöhe von 5989 m. Und dennoch: Im Flachland gab es keine neuen Rekordtemperaturen. Warum?

Die bisherigen Rekordwerte für Bern (36.8°) und Genf (39.7°) stammen vom 7. Juli 2015, jene für Basel (38.6°) oder Zürich (36.0°) wurden am 13. August 2003, also im Hitzesommer gemessen.

Ein Vergleich der Satellitenbilder aus dieser Zeit mit heute zeigt, warum es keine Rekorde gab: Es ist im Moment viel grüner als damals.

Bildvergleich

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Legende:Vergleich 2019 mit 2015Bild links 26. Juni 2019, rechts 7. Juli 2015NASA Aqua/MODIS

Die Vegetation macht es aus. An heissen Sommertagen verdunsten aus einer grünen Fläche täglich 5 bis 7 Liter Wasser pro Quadratmeter. Dieser Prozess braucht Energie, ähnlich, wie wenn Wasser zum Kochen gebracht wird. Diese Energie fehlt für die Erwärmung der Luft. In trockenen Jahren fehlt das Wasser für die Verdunstung und die Luft wird stärker erwärmt.

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Legende:Vergleich 2019 mit 2003Bild links 26. Juni 2019, rechts 12. August 2003NASA Aqua/MODIS

Wir brauchen grüne Flächen

Der aktuelle Fall zeigt: Städteplaner liegen richtig, wenn sie Grünzonen planen. Denn Pflanzen verdunsten Wasser und haben so eine kühlende Wirkung.