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Wochenendwetter Adventsgruss von Frau Holle

Nach einem sonnigen Skitag am Samstag, setzte in der Nacht zum Sonntag Schneefall ein. Verbreitet gab es im Mittelland 5 Zentimeter Neuschnee, in den Alpen fielen zum Teil 20 Zentimeter Schnee. Im Laufe des Sonntags wurde es allerdings immer milder.

Der Reuss entlang lag in der Nacht Schnee.
Legende: Schnee auch in Luzern In der Nacht wurde es auch in Luzern weiss. Marcel Bühler

Wie erwartet setzte in der Nacht von Samstag auf Sonntag Schneefall ein. In der Romandie gab es nur anfangs Nacht etwas Schnee, dann folgte schon rasch wärmere Luft, und so war es am Sonntagmorgen rund um den Genfersee bereits wieder grün. In der Deutschschweiz setzte der Schneefall später in der Nacht ein, und es blieb noch länger kalt. Entsprechend gab es mehr Schnee, und er blieb vor allem auch bis zur Messung am Morgen um 7 Uhr liegen. In Zürich und in Hallau/SH wurden 5 Zentimeter gemessen, in Koppigen/BE gab es 4, in Aarau 3 und in Basel 1 Zentimeter Neuschnee. Schnee und teilweise auch Glatteis führten zu schwierigen Strassenverhältnissen. In den Alpen wurden rund 20 Zentimeter Neuschnee registriert, so in Ulrichen und Grächen, in den Hochalpen lokal gegen 30 Zentimeter.

Kinder mit Schlitten und Rodelgefährten auf einer dünnen Schneeunterlage in Bern
Legende: Das hält nicht lange Der Schnee vom Sonntagmorgen ist in Bern bald weggerodelt. Luciano Moraschinelli

Die Crux mit der Schneefallgrenze

Unterschiedlicher hätte die Schneefallgrenze am Sonntagmorgen kaum sein können. Im östlichen Mittelland schneite es noch bis tiefe Lagen, während in Adelboden auf 1350 Metern über Meer das Thermometer +4,4 Grad zeigte. Die Schneefallgrenze befand sich zu diesem Zeitpunkt im westlichen Berner Oberland auf fast 2000 Metern.

Faktor Wind

Dort wo der starke bis stürmische Wind durchgreifen konnte, wurde es mild. Am Morgen um 10 Uhr zeigte das Thermometer, im nahezu windstillen Grenchen, einen Wert von 0,2 Grad, während im windigen La Chaux-de-Fonds in rund 1000 Meter Meereshöhe 2,2 Grad gemessen wurden. Da der stürmische Westwind nicht bis in die Alpentäler vordrang, fiel dort noch lange Zeit Schnee bis auf den Talboden. Am stärksten blies der Wind auf dem Säntis. Dort wurde mit 125 Kilometern pro Stunde eine Orkanböe gemessen.

Kaiserwetter am Samstag

Noch am Samstag war es in den Alpen und im Süden meist wolkenlos. Skifahrer kamen zur Saisoneröffnung voll auf ihre Rechnung, zumal die Schneebeschaffenheit meist perfekt war. Mit Temperaturen um -6 Grad auf 2000 Metern Höhe lag meist Pulverschnee und auch die Lawinengefahr war an den meisten Orten nur mässig oder gering. Über dem Mittelland lag Hochnebel, der aber an vielen Orten Löcher bekam.

Skifahrer carvt in Sörenberg der Sonne entgegen.
Legende: Der perfekte (Ski-)Tag Pulver gut zum Sonnenaufgang am Samstag in Sörenberg. Urs Gutfleisch

Wie lange hält nun der Schnee?

Der Schnee im Mittelland wird sich nicht weit in die kommende Woche halten können. Schon am Montag fällt im Norden wieder Regen mit Schneefallgrenze zwischen 600 und 900 Metern. Definitiv an den Kragen dürfte es dem Schnee aber ab Freitag gehen. Mit einer milden Westströmung wird vom Atlantik viel Feuchtigkeit zu den Alpen geführt. Die Schneefallgrenze steigt am kommenden Wochenende auf rund 2000 Meter an. Die Aussichten für weisse Weihnachten im Flachland sind momentan eher wieder pessimistisch.

Grosser Weihnachtsbaum auf dem verschneiten Dorfplatz in Stans.
Legende: Weisse Weihnachten So würde in Stans auf dem Dorfplatz weisse Weihnachten aussehen. - Doch: eher nein. Marcel Bühler