Wochenendwetter: Schau(e)riger Samstag, sonniger Sonntag

Nach einem wechselhaften Samstag zeigte sich wenigstens am Sonntag die Sonne in der ganzen Schweiz. Am Sonntagvormittag waren allerdings bereits herbstliche Zeichen zu sehen, gab es doch im Mittelland teilweise dichten Nebel.

Es geht also doch. Wolkenloser Himmel am Sonntagmorgen über dem Moossee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Keine Wolke über dem Moossee Es geht also doch. Wolkenloser Himmel am Sonntagmorgen über dem Moossee. Sandra Boner

Nach einer weiteren unbeständigen Sommerwoche stimmte uns wenigstens der Sonntag versöhnlich. In der ganzen Schweiz gab es viel Sonnenschein, auch wenn am Abend dichtere Schleierwolken über uns hinwegzogen.

Milchiger Sonnenschein am Nachmittag über dem Rellerli. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gelungenes Schwingfest Milchiger Sonnenschein am Nachmittag über dem Rellerli. Stefan Buchs

Immerhin: Seit rund einem Monat war es zum ersten Mal in der ganzen Schweiz wieder trocken. Allerdings war es frisch: Am frühen Morgen wurden in Aadorf im Kanton Thurgau nur gerade 5,6 Grad gemessen. Direkt über dem Boden betrug die Temperatur sogar nur 2,2 Grad. Wenig erstaunlich war denn auch, dass es im Engadin zum Teil Frost gab. Auf dem Flugplatz Samedan lag die Tiefsttemperatur bei -2,1 Grad. Trotz Sonnenschein stiegen die Temperaturen bis am Nachmittag nur langsam an. Am Nachmittag wurden in Genf, Sitten und im Tessin Werte zwischen 23 und 24 Grad gemessen. Im Mittelland lagen die Maximalwerte bei 21 Grad.

Am Sonntagmorgen steckte Solothurn im Nebel. Bild aus einer Dachwohnung über das graue Solothurn. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wie im November Nebel am Sonntagmorgen in Solothurn. Sandra Boner

Der Herbst kommt bald

Bereits in 14 Tagen beginnt aus meteorologischer Sicht der Herbst, und erste Zeichen der kommenden Jahreszeit waren am Morgen schon zu erkennen. Nebst den tiefen Temperaturen war auch dichter Nebel ein untrügliches Anzeichen für den Herbst. Sowohl am Bodensee, als auch am Jurasüdfuss lag der Nebel dicht. Immerhin löste er sich im Laufe des Vormittages rasch auf. Im Süden war es dagegen noch sommerlich, stiegen doch schon am Morgen einige Quellwolken in die Höhe.

Am Samstag Nordföhn und Schauer

Südlich der Alpen gab es auch schon am Samstag viel Sonnenschein. Dank Nordföhn wurden in Locarno fast 13 Stunden Sonnenschein registriert, und mit 25,1 Grad gab es dort sogar offiziell einen Sommertag. Im Norden war der Samstag dagegen wechselhaft. Der Wettercharakter erinnerte eher an den Monat April mit sonnigen Abschnitten, dann aber auch wieder kräftigen Platzregen. Auf dem Hörnli im Zürcher Oberland fielen innerhalb von 24 Stunden nochmals 18 Millimeter Regen. Ebenfalls 18 Millimeter Niederschlag gab es auf dem Säntis. Auch die Temperaturen waren eher wie im April. In Zürich und Bern wurden je 18 Grad gemessen, in Basel und Genf stiegen die Temperaturen wenigstens auf knapp 20 Grad.

Blick über ein Feld. Darüber verschiedenartige Quellwolken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Unter der Kaltluft Wechselhaftes Wetter mit zahlreichen Quellwolken am Samstagabend über Schönbühl. Ueli Klossner

Auch die kommende Woche bringt den Sommer nicht zurück

In den nächsten Tagen wird es mit einer Südwest- bis Westströmung zwar allgemein wieder milder, der Sommer kehrt aber (vorerst) nicht in die Schweiz zurück. Die Höchsttemperaturen liegen in den kommenden Tagen meist knapp oberhalb der 20 Gradmarke, vor allem in den Bergen kann es aber täglich wieder etwas Regen geben. Auf das nächste richtige Hochdruckgebiet müssen wir weiter warten!