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Aus dem All sichtbar Satellitenbilder zeigen das Ausmass der Waldbrände

In Europa wüten zurzeit mehrere grosse Waldbrände. Die neusten Satellitenbilder zeigen die Zerstörung.

Vor allem Frankreich und Spanien sind aktuelle von mehreren grossen Walbränden betroffen. Die neuesten Sentinel-2-Satellitenbilder zeigen eindrucksvoll, wie gross die abgebrannten Flächen bereits sind.

Frankreich

Die Waldbrände in der Nähe von Bordeaux haben ein extremes Ausmass erreicht. Besonders stark betroffen ist das Gebiet westlich der Stadt zwischen Cap Ferret und Lacanau.

Laut verschiedenen Angaben sind bereits mehr als 40'000 Hektaren verbrannt. Dies entspricht etwa der doppelten Fläche des Neuenburgersees.

Auf dem Kurzwellen-Infrarotbild (SWIR) sind ausserdem die aktiven Brände gut erkennbar.

In den letzten Tagen wütete auch südlich des Bassin d’Arcachon, in der Nähe der beliebten Feriendestination Biscarrosse, ein grosser Brand.

Spanien

In der Umgebung von Madrid brannten gleichzeitig mehrere Gebiete.

Vor allem der Waldbrand westlich von Madrid sorgte für grosse Zerstörung.

Auf den True-Color-Satellitenbildern sind auch die wechselnden Windverhältnisse anhand der Rauchsäulen gut erkennbar.

Erklärung Kurzwellen-Infrarot-Kanal

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«Messungen im kurzwelligen Infrarotbereich (SWIR) können Wissenschaftlern dabei helfen, den Wassergehalt in Pflanzen und Böden abzuschätzen, da Wasser SWIR-Wellenlängen absorbiert. Kurzwellige Infrarotbänder (ein Band ist ein Bereich des elektromagnetischen Spektrums; ein Satellitensensor kann die Erde in verschiedenen Bändern abbilden) eignen sich zudem zur Unterscheidung zwischen Wolkentypen (Wasserwolken gegenüber Eiswolken), Schnee und Eis, die im sichtbaren Licht alle weiss erscheinen. In dieser Zusammensetzung erscheint die Vegetation in Grüntönen, Böden und bebaute Gebiete in verschiedenen Brauntönen und Wasser erscheint schwarz. Kürzlich abgebrannte Flächen reflektieren SWIR-Strahlung stark, was diese für die Kartierung von Brandschäden wertvoll macht. Jede Gesteinsart reflektiert kurzwelliges Infrarotlicht unterschiedlich, wodurch es möglich ist, die Geologie durch den Vergleich des reflektierten SWIR-Lichts zu kartieren.»

Erklärung Falschfarbenbild

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«Eine Falschfarbenkomposition nutzt mindestens eine nicht sichtbare Wellenlänge zur Abbildung der Erde. Sehr beliebt ist die Falschfarbenkomposition unter Verwendung von Nahinfrarot-, Rot- und Grünbändern (ein Band ist ein Bereich des elektromagnetischen Spektrums; ein Satellitensensor kann die Erde in verschiedenen Bändern abbilden). Das Falschfarbenbild wird am häufigsten zur Beurteilung der Pflanzendichte und des Gesundheitszustands von Pflanzen verwendet, da Pflanzen Nahinfrarot- und Grünlicht reflektieren, während sie rotes Licht absorbieren. Städte und freiliegender Boden erscheinen grau oder hellbraun, Wasser hingegen blau oder schwarz.»

Tagesschau, 26. Juli 2026, 19:30 Uhr

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