- Immer mehr Menschen werden in Frankreich und Spanien vor den Waldbränden in Sicherheit gebracht.
- Im Südwesten Frankreichs haben die anhaltenden Brände rund um Bordeaux eine der grössten Evakuierungsaktionen in der Geschichte des Landes ausgelöst.
- In Spanien wüten grosse Waldbrände in der Region Madrid. Die Regierung rief den Notstand aus und führte ebenfalls Evakuationen durch.
Frankreich: Vororte von Bordeaux evakuiert
In Frankreich wurden nach Angaben des Innenministers Laurent Nuñez inzwischen 167'000 Menschen evakuiert. Besonders betroffen ist das südwestfranzösische Département Gironde rund um Bordeaux. Allein in der Nacht wurden in mehreren Gemeinden im Umland der Grossstadt 57'000 Menschen in Sicherheit gebracht. Nach Angaben des Innenministers mussten ausserdem 31'000 Menschen im benachbarten Département Landes wegen der Brände ihre Häuser verlassen.
Unter den Evakuierten sind viele Feriengäste aus der beliebten Küstenregion rund um das Bassin d'Arcachon. Schiffe wurden eingesetzt, um Menschen unter anderem von der Halbinsel Cap Ferret in Sicherheit zu bringen.
Waldbrände in der Region um Bordeaux – die Bilder
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Bild 1 von 15. Feuerwehrleute kämpfen gegen den Waldbrand bei Lege-Cap-Ferret (24.7.26). Wegen der Brände in der französischen Region um Bordeaux wurden mehr als 150'000 Menschen evakuiert. Bildquelle: Reuters/Handout/DAMIEN REMBERT.
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Bild 2 von 15. Auch schweres Gerät wird im Kampf gegen die Flammen eingesetzt (24.7.26). Bildquelle: Reuters/Handout/DAMIEN REMBERT.
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Bild 3 von 15. Der Wald bei Bicarosse steht in Flammen (25.7.26). Bildquelle: Keystone/Handout/LOIC MARTIN .
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Bild 4 von 15. In Lege-Cap-Ferret im Departement Gironde verschärft sich die Situation weiter. Bildquelle: Reuters/Stephane Mahe.
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Bild 5 von 15. Mehr als 1000 Feuerwehrleute – hier in Cap Ferret – sind in den betroffenen Regionen im Einsatz. Bildquelle: imago images/Stephane Duprat/ABACAPRESS.
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Bild 6 von 15. Neun Löschflugzeuge und zwei Löschhelikopter stehen in Südwestfrankreich im Einsatz. Bildquelle: imago images/Thibaut Durand/ABACAPRESS.
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Bild 7 von 15. Die Flammen zerstören auch den Friedhof von Cap Ferret. Bildquelle: imago images/First Eye/ABACAPRESS.
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Bild 8 von 15. In Fox-Amphoux bei Ponteves im Département Var sind die Einsatzkräfte bereits seit Mittwoch im Einsatz. Bildquelle: Reuters/Manon Cruz.
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Bild 9 von 15. Verbrannte Erde nach den Waldbränden. Bildquelle: Keystone/Mariam A. Montesinos.
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Bild 10 von 15. Evakuierte Anwohnende ruhen sich im Messezentrum Bordeaux-Lac aus, das zu einer Notunterkunft umfunktioniert wurde. Bildquelle: Reuters/Manon Cruz.
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Bild 11 von 15. In Spaniens Provinz Avila verbrannten 15'000 Hektaren Wald und 5000 Einwohner mussten evakuiert werden. Bildquelle: Keystone/RAUL SANCHIDRIAN.
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Bild 12 von 15. Auch in Spanien werden die Brände mit Löschflugzeugen bekämpft. Bildquelle: Keystone/MANU FERNANDEZ.
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Bild 13 von 15. Das spanische Dorf Burgohonfo in der Avila-Provinz war von den Bränden schwer betroffen. Bildquelle: Keystone/RAUL SANCHIDRIAN.
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Bild 14 von 15. In El Tiemblo (Region Kastilien und Leon) löschen Freiwillige die Brände. Bildquelle: REUTERS/Violeta Santos Moura.
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Bild 15 von 15. Auch Haustiere wurden vor den Bränden – hier in Madrid – in Sicherheit gebracht. Bildquelle: REUTERS/Ana Beltran.
Frankreich verstärkt die Unterstützung der Feuerwehr. Die Zahl der Soldaten, welche die Feuerwehr bei den Löscharbeiten unterstützen, werde von 500 auf 1000 erhöht, teilt Verteidigungsminister Sébastien Lecornu mit. Zudem soll ein Militärflugzeug vom Typ A400M mit einem speziellen Löschsystem eingesetzt werden, das bis zu 20 Tonnen Löschmittel abwerfen kann.
Die Mobilisierung der Einsatzkräfte bleibe weiterhin sehr gross, erklärt der Innenminister. 18 Löschflugzeuge seien im Einsatz. Sie werfen Wasser oder Brandverzögerungsmittel über den Flammen ab. Zudem werden 1.5 Millionen FFP2-Masken in die Region Gironde geliefert, um Einsatzkräfte und Bevölkerung vor dem gesundheitsschädlichen Rauch zu schützen.
Für Reisende gibt es zudem Erleichterungen: Verkehrsminister Philippe Tabarot teilte mit, dass die Eisenbahngesellschaft SNCF angesichts der Brände eine Sonderregelung für Reisen in die betroffenen Gebiete einführt. Fahrten in die Region Bordeaux und andere betroffene Zonen können demnach kostenlos verschoben oder storniert werden.
Spanien: Mehr als 70'000 Evakuierte im Grossraum Madrid
Spanien kämpft ebenfalls gegen zahlreiche Waldbrände. Wegen der schweren Feuer rief die Regierung für die Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie für die Region Ávila den Notstand aus.Gemäss Innenministerium mussten inzwischen rund 73'000 Menschen ihre Häuser verlassen. Weitere mehr als 20'000 Menschen waren demnach von den Bränden betroffen, konnten ihre Wohnungen oder Häuser aber wegen der Lage nicht verlassen.
Besonders betroffen ist der Grossraum Madrid, wo die Flammen in mehreren Gemeinden bewohnte Gebiete bedrohten. Ministerpräsident Pedro Sánchez warnte bei einem Besuch in der Kommandozentrale der Einsatzkräfte vor einer weiterhin schwierigen Situation. Es sei unklar, wie sich der Wind entwickeln werde. Die Priorität bestehe darin, Menschenleben zu retten und Ortschaften zu schützen.
Zuletzt gab es in Spanien vorsichtige Anzeichen für eine Entspannung der Lage. Weniger Wind, höhere Luftfeuchtigkeit und niedrigere Temperaturen hätten die Löscharbeiten begünstigt, teilt die Regierung mit. Die Brände hätten sich in der Nacht weniger stark ausgebreitet und an Intensität verloren.