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Kann man machen: Nach dem Wintereinbruch so durch die Mühlenenschlucht in St. Gallen
Aus Sport-Clip vom 21.01.2021.
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Monatsrückblick Januar 2021 Der grosse Schneemonat - ein Drama

Der Januar 2021 ähnelt einem Drama - zumindest aus der Sicht eines Schneeliebhabers. Die Hauptrollen spielen der Schnee, die Kälte, der fiese Südwestwind und der Föhn, auch bekannt als der Schneefresser.

Der Januar war wieder einmal ein Wintermonat, wie man ihn sich vorstellt. Vor allem für die Freunde des Schnees war es ein Monat mit Höhen und Tiefen – ähnlich wie in einem Drama.

Die Einleitung oder «die Hoffnung»

Die ersten Tage des Jahres waren für die Winterfreunde vielversprechend. Bereits in der Neujahrsnacht fiel im westlichen Mittelland und auf dem Jura eine dicke Schneedecke. Sogar im Tessin schneite es in den ersten Januar-Tagen bis an die Seen. Pünktlich zum Dreikönigstag wurde auch das restliche Flachland angezuckert. Auch die Temperaturen waren zum Jahresstart im Wintermodus. So fror man zum Beispiel in Bern am 4. Januar beim ersten Eistag des Winters mit Temperaturen ganztags unter 0 Grad.

Eine Person auf Skis auf der verschneiten Langstrasse in Zürich.
Legende: Am 15. Januar mit den Tourenskis zur Arbeit – und dies mitten in Zürich?! Für die Person auf dem Bild war dies bestimmt ein Highlight des noch jungen Jahres. Oliver Dörner

Der Höhepunkt oder «der grosse Schnee»

In der zweiten Januarwoche folgte der Höhepunkt für die Schneefans. Sowohl in den Bergen als auch im Flachland (mit Ausnahme des Westens) fiel sehr viel Schnee. Ähnliche Schneemengen gab es im Flachland letztmals vor 15 Jahren. Lokal wurden sogar neue Allzeit-Rekorde aufgestellt. Mitten in den Städten kamen Skis, Schlitten oder Snowboards (siehe Video) zum Einsatz – ein Bild mit Seltenheitswert. In der Stadt Zürich musste als Folge von Fahrleitungsschäden durch Äste und umgestürzte Bäume sogar der komplette Tram- und Busverkehr eingestellt werden. In den Alpen herrschte dagegen während mehreren Tagen grosse Lawinengefahr und teilweise waren Dörfer von der Aussenwelt abgeschnitten.

Die Katastrophe oder «das Schneemassaker»

Nach ein paar Tagen wurde dem «Winterwunderland» ein Ende gesetzt. Vom 20. bis 22. Januar tobte in den Alpen ein Föhnsturm und der Föhn wurde seinem Ruf als Schneefresser gerecht. Ausserhalb der Föhngebiete sorgte der fiese Südwestwind für mildes Wetter und vor allem in den tiefsten Lagen schmolz der Schnee dahin.

Bildvergleich

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Legende:Vorher - NachherAm 19. Januar konnte die Schneefamilie noch strahlen. Zwei Tage später war von der Familie Schneemann nicht mehr viel übrig.Luzia Nideröst, Steinerberg/SZ

Die Zugabe oder «das Ganze nochmals von vorne»

In der letzten Januarwoche wiederholte sich das ganze Drama. Zunächst fiel Schnee bis ins Flachland und in den Bergen kamen nochmals sehr grosse Neuschneemengen zusammen. Als Folge wurde die Lawinengefahr vom Wallis bis in die Gotthardregion auf «sehr gross», also auf die Stufe 5 von 5 erhöht. Später sorgten mehrere Warmfronten für Tauwetter. Die Schneefallgrenze stieg teilweise auf über 1500 m an und das Zusammenspiel des vielen Regens und Schmelzwassers sorgte gebietsweise für Überschwemmungen.

Was sonst noch geschah oder «die Tops & Flops»

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