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Soll das Jagdgesetz geändert werden?
Aus SRF News vom 04.09.2020.
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Auf einen Blick Das neue Jagdgesetz in Kürze

Was würde sich ändern? Welche Argumente bringen Befürworter und Gegner ins Spiel?

Das Volk entscheidet am 27. September 2020 über eine Änderung des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wild lebender Säugetiere und Vögel. Dagegen wurde das Referendum ergriffen.

Ziel der Vorlage

Das revidierte Jagdgesetz soll der steigenden Zahl von Wölfen in der Schweiz Rechnung tragen und regeln. Das heutige Gesetz stammt von 1986. Damals gab es in der Schweiz keine Wölfe mehr. Inzwischen sind sie zurückgekehrt.

Das ist neu

Die Kantone können neu die Wolfsbestände vorausschauend regulieren. Wildhüter dürfen einzelne Wölfe abschiessen, die die Scheu vor dem Menschen verloren haben oder zum Beispiel Schafe gefährden, das heisst, bevor ein Schaden entstanden ist. Darüber entscheidet neu jeder Kanton selber. Gemäss Gesetz sind Eingriffe in den Bestand nur bei Wolfsrudeln und Steinböcken zulässig. Der Bundesrat kann weitere Arten als regulierbar bezeichnen.

Drei Argumente dafür

  • Die Kantone können vorausschauend regulieren, um Schäden an Schafen und Ziegen zu verhindern und um allfällige Konflikte zu verhindern.
  • Die neuen Regeln sind ein guter Kompromiss: Die einen fordern, den Wolf zur Jagd freizugeben, die anderen verlangen, nicht in den Bestand einzugreifen.
  • Bauern werden stärker in die Pflicht genommen. Sie müssen zum Schutz von Herden Zäune errichten oder Schutzhunde zur Bewachung halten, um eine allfällige Entschädigung für Wolfsrisse zu erhalten.

Drei Argumente dagegen

  • Statt den Umgang mit dem Wolf pragmatisch zu regeln, gefährdet das Gesetz den Artenschutz. Wildlebende Tiere geraten noch mehr in Bedrängnis.
  • Viele Bestimmungen sind unnötig. Schon mit dem geltenden Gesetz können die Kantone – wo nötig – Einzeltiere geschützter Arten abschiessen.
  • Es kommt zu einem Wirrwarr des Schutzniveaus bedrohter Tierarten. Je nach Gusto der Kantone können Bestandsregulierungen bewilligt werden.

Abstimmungsempfehlungen

Bundesrat und Parlament empfehlen das revidierte Jagdgesetz zur Annahme. Im Nationalrat sprachen sich 117 Mitglieder dafür aus, 71 dagegen. Im Ständerat wurde die Gesetzesänderung mit 28 zu 16 Stimmen gutgeheissen.

Parolen der acht grössten Parteien zum Jagdgesetz

JABDP | CVP | FDP | SVP
NEINEVP | GLP | Grüne | SP

10vor10, 17.08.20, 21.50 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Walter Schmid, bald 10 Millionen Einwohner in der CH sind zu viel. Darum hoffe ich auf ein deutliches Nein zum Jagdgesetz und eines zur Begrenzungsinitiative.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Es reicht und ist schon traurig genug, wenn das Artensterben durch immer mehr Landverschleiss infolge Zubetonierung der Natur, der intensiven Landwirtschaft immer mehr Strassen, bedingt fdurch die masslose Zuwanderung seinen lauf Da müssen die J$äger nicht auch noch "nachhelfen". Unsere Nachkommen sollen die
    Tiere auch noch live erleben, nicht auf Konserven (Internet etc.). nimmt.
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Gott hat gesagt: "Macht euch die Erde untertan," Von Tieren hat er nichts gesagt. Das sagt genug. Einfach so nach Lust und Laune Wildtiere abzuschiessen, damit man zuhause mit den Geweihen triuphieren kann - nein, pfui!
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