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Die Reaktionen: Zufriedene Regierung, enttäuschte Grüne
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 27.09.2020.
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Kanton Nidwalden Nidwalden bleibt steuergünstigster Kanton für Firmen

  • Nidwalden behält die tiefsten Unternehmenssteuern der Schweiz.
  • 59.4 Prozent stimmen einer Senkung des Steuersatzes zu.
  • Der Gegenvorschlag des Referendumskomitees wurde mit 57.7 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.

Teilrevision Steuergesetz (Vorlage Landrat)

Kanton Nidwalden: Teilrevision des Steuergesetzes (Vorlage Landrat)

  • JA

    59.5%

    10'431 Stimmen

  • NEIN

    40.5%

    7'112 Stimmen

Gegenvorschlag Steuergesetz

Kanton Nidwalden: Teilrevision des Steuergesetzes (Gegenvorschlag)

  • JA

    42.3%

    7'304 Stimmen

  • NEIN

    57.7%

    9'968 Stimmen

Im Kanton Nidwalden haben die Stimmberechtigten entschieden: Für Unternehmen soll die Gewinnsteuer weiter gesenkt werden. Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Economics rückt Nidwalden damit weltweit an die Spitze, wenn es um tiefe Unternehmenssteuern geht.

Hintergrund dieser Änderung war die nationale Steuervorlage (STAF). Mit dieser wurde auf 2020 die privilegierte Besteuerung für internationale Firmen in der Schweiz abgeschafft.

Mit einer Teilrevision des Steuergesetzes setzt Nidwalden diese Vorlage auf kantonaler Ebene um. Eigentlich hätte dies bereits zusammen mit der STAF-Vorlage geschehen sollen. Die Grünen verhinderten dies aber mit dem konstruktiven Referendum.

Regierung ist zufrieden, Grüne konsterniert

Der Nidwaldner Finanzdirektor Alfred Bossard freut sich über das Ergebnis: «Es bedeutet, dass wir unseren eingeschlagenen Weg weitergehen können. Wir haben sehr attraktive Steuersätze für Unternehmen aber auch für Privatpersonen.» Nidwalden könne nun seine erfolgreiche Steuerstrategie fortführen.

Wir können unseren eingeschlagenen Weg weitergehen
Autor: Alfred BossardFinanzdirektor

Nicht überrascht aber trotzdem enttäuscht, ist man bei den Grünen. Sie haben gegen die Senkung der Unternehmenssteuern das Referendum ergriffen. Alexander Huser, Präsident der Grünen Nidwalden: «Wir haben versucht aufzuzeigen, was es für Nidwalden bedeuten würde, wenn die Tiefsteuerstrategie nicht aufgeht. Die Bevölkerung hat aber ein klares Zeichen gesetzt, dass sie so weitermachen will.»

Die Grünen würden nun genau hinschauen, dass am Schluss nicht die Bevölkerung unter der Nidwaldner Tiefsteuerstrategie leiden müsse.

Abstimmungsstudio, 27.09.20. 12:00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Julian Haas  (ProNatur)
    Wann begreifen wir, dass die unsägliche gegenseitige Steuerunterbietung NUR Verlierer produziert?
  • Kommentar von Felix Raschle  (Der Unglückliche)
    Und der unglückselige Steuerwettbewerb geht unvermindert weiter, bis die ersten Kantone Konkurs anmelden müssen. Diese Reichenbevorteilung wird uns in grosse Schwierigkeiten stürzen, nicht nur finanziell!
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ich würde dieser Vorlage nur dann zustimmen, wenn auf der anderen Seite auch Aermere begünstigt würden mit besseren, grosszügigeren Unterstützungen. Oder andersrum: Dass mindestens 2/3 der Steuerersparnisse ärmeren Menschen zufliessen müssten. Sonst werden wieder einmal mehr Leute begünstigt, die zumeist schon viel haben; Aermere würden dagegen fast leer ausgehen.