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Aargau hat seine liebe Mühe mit der Energiewende
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 27.09.2020.
abspielen. Laufzeit 05:28 Minuten.
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Knappes Nein Energiewende hat im Energiekanton Aargau einen schweren Stand

Das Nein zum Energiegesetz überrascht, es standen schliesslich sämtliche Parteien ausser SVP und EDU hinter der Aargauer Umsetzung der Energiestrategie 2050. Das Gesetz war ein grosser Kompromiss der Aargauer Politik. Die Befürworterinnen und Befürworter waren bei dieser Ausgangslage wohl zu optimistisch und verliessen sich auf die grüne Welle.

Allerdings hätten Abstimmungsresultate aus anderen Kanton aufhorchen lassen müssen. In Solothurn wurde das neue Energiegesetz vor zwei Jahren haushoch bachab geschickt. Hier war die Augangslage jedoch völlig anders, im Vorfeld wurde bereits eifrig diskutiert und von Mitte-rechts formierte sich grosser Widerstand.

Ein Kanton der Hausbesitzer

Im Aargau dürften zwei Gründe zum Nein beigetragen haben. Erstens hat der Energiekanton Aargau seine liebe Mühe mit der Energiewende. Er war einer von lediglich vier Kantonen, welche die Energiestrategie 2050 ablehnten. Und zweitens ist der Aargau ein Kanton der Hausbesitzer. Die Hälfte der Bevölkerung hat ein Eigenheim – das ist viel mehr als in anderen Kantonen. Offensichtlich gewichteten viele Hausbesitzer das eigene Portemonnaie höher als den Klimaschutz.

Direkte Konsequenzen hat das Nein zum Aargauer Energiegesetz keine, schliesslich reagiert das Klima nicht sofort. Vom neuen Gesetz hätten jedoch auch die Aargauer Unternehmen profitiert, welche die neuen Technologien in die Häuser hätten einbauen können. Möglicherweise kommen sie aber dennoch zum Zug – das eidgenössische Parlament verabschiedete schliesslich diese Woche das neue CO2-Gesetz, welches ebenfalls Regelungen bei Gebäuden beinhaltet. Dieses ist allerdings noch nicht im Trockenen, möglicherweise kommt es noch vors Volk.

Barbara Mathys

Barbara Mathys

Redaktorin, Regionaljournal Aargau Solothurn

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Barbara Mathys arbeitet seit 2007 bei SRF in Aarau. Sie berichtet regelmässig aus dem Aargauer Kantonsparlament.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 17.30 Uhr, hahw

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Robert Frei  (RFrei)
    Es ist nicht, dass die Aargauer Mühe mit der Energiewende haben. Mit dem neuen Energiegesetz werden aber von den Einzelnen grosse Investitionen verlangt. Wenn die Kantonsregierung was weiterbringen will, dann soll der Kanton diese Investitionen machen und den Nutzern die Energie verkaufen. Wie bisher mit dem Strom.
    1. Antwort von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
      Die Übergangsfristen waren so geplant, dass Heizungen, Boiler, usw in den nächsten 15 Jahren ersetzt werden müssten. Bei vielen, wenn nicht sogar den meisten Hausbesitzern, müssen diese Geräte in dieser Zeitspanne sowieso ersetzt werden.
      Ersatzkosten fallen für die Hausbesitzer so oder so an, die sie, die bisher auch, selber zu tragen haben.