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Jagdinitiative hatte keine Chance
Aus Regionaljournal Graubünden vom 13.06.2021.
abspielen. Laufzeit 02:48 Minuten.
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Abstimmungen Kanton Graubünden Bündner Jagdinitiative deutlich gescheitert

Die Jagd in Graubünden soll nicht eingeschränkt werden. Eine Initiative, welche die Jagd anpassen wollte, ist gescheitert.

Die «Revolution», auf welche das Initiativkomitee hoffte, bleibt aus. Mit 79 Prozent Nein-Stimmen schickt die Stimmbevölkerung die Jagdinitiative des «Wildtierschutz Schweiz» bachab.

«Wir sind gar nicht so enttäuscht, jeder fünfte Bündner, jede fünfte Bündnerin hat uns zugestimmt», kommentiert die Mitinitiantin, Marion Theus, die Niederlage.

Die Initiative verlangte unter anderem ein Verbot der Vogeljagd, eine generelle Winterruhe für Wildtiere oder sie verlangte, dass Kinder unter 12 Jahren nicht mehr mit auf die Jagd gehen dürfen. Die Initianten wollten, laut eigener Aussage, den Tierschutz stärken.

Von einer «Rebellion» gegen die Jagd war auf der Seite der Gegner die Rede. Die Initiative habe ein grundsätzlich jagdkritisches Fundament und richte sich gegen die Jagd als Institution.

Alle Parteien, die Regierung sowie verschiedene Verbände und das Parlament stellten sich gegen die Initiative.

Regierungsrat zufrieden

Die deutliche Absage an die Initiative, wertet der für die Jagd zuständige Regierungsrat Mario Cavigelli als Bestätigung für den bisherigen Weg. «Das Resultat ist eine Bestätigung für das geltende Jagdsystem», sagt er.

Trotzdem, erklärt Cavigelli, man sehe auch von Seiten des Kantons Potential, die traditionelle Jagd weiter anzupassen. Man sei daran und werde kommunizieren, sobald es konkret werde.

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Graubünden ändert kantonales Wahlsystem

Es kommt zum Wahlsystem-Wechsel in Graubünden. Der Ja-Stimmen-Anteil beträgt beinahe 79 Prozent.

Um künftig Sitze im Kantonsparlament zu ergattern, wird es entscheidend sein, wie hoch eine Partei gesamtkantonal in der Wählergunst steht.

Graubünden hat nach mehreren gescheiterten Anläufen die Einführung eines Proporzwahlsystems beschlossen. 2022 wird das Kantonsparlament somit erstmals nach dem «Doppelten Pukelsheim» gewählt. Mehrere Kantone wählen ihre Parlamente bereits heute so.

Bundesgericht war ausschlaggebend

Der jüngste Urnengang zum Dauerbrenner Wahlsystem wurde nötig, weil das Bundesgericht vor zwei Jahren festgestellt hatte, dass das heute in Graubünden angewendete Majorzverfahren zum Teil gegen die Bundesverfassung verstösst.

Anders als in der Vergangenheit, hatten sich vor der jetzigen Abstimmung die Reihen unter den Parteien geschlossen. Sämtliche Ratsparteien von links bis rechts stellten sich hinter den Systemwechsel, einzig die CVP hatte Stimmfreigabe beschlossen.

Mutterschaftsbeiträge werden nicht abgeschafft

Erfolg für das Komitee, das sich gegen die Streichung der Mutterschaftsbeiträge wehrte. 56 Prozent der Stimmenden stellen sich hinter das Anliegen und wollen die Mutterschaftsbeiträge beibehalten.

Das Instrument der Mutterschaftsbeiträge dient dazu, Mütter oder Väter, die kurz nach der Geburt in finanzielle Schwierigkeiten geraten, zu unterstützen.

Regierung und Parlament argumentierten, das setze falsche Anreize und würde die Absicht hemmen Familie und Beruf zu vereinbaren. Die Beiträge sollten gestrichen und stattdessen die familienergänzende Kinderbetreuung gestärkt werden.

Dagegen sammelte ein Komitee Unterschriften. Da passiere ein Sozialabbau auf dem Buckel der Ärmsten, wurde kritisiert. Menschen würden in die Sozialhilfe gedrängt.

Unterstützt wurde das Komitee unter anderem von, SP, SVP, dem Gewerkschaftsbund und verschieden Verbänden.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 13.06.2021, 17:30 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernesto Asher Meng  (Ashi Ernesto)
    Wir müssen reden. Dringend. Jägerinnen in GRAUBÜNDEN GRISCHUN GRIGIONE und Nicht Jägerinnen und Volk wo Wildfleisch in Graubünden geniesst.
    Der Runde Tisch ist eröffmet. Wir freuen uns.
    Beginn sofort. Wo ? Zu Hause, Schule, Ausbildungs Stätte, Politik.