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Heidi soll helfen den Tourismus anzukurbeln
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 20.05.2021.
abspielen. Laufzeit 05:48 Minuten.
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Erlebnisdorf am Flumserberg Ein Zuhause für Heidi wird auf die Probe gestellt

Im Sarganserland soll ein Heidi-Dorf entstehen. Nun entscheidet die Stimmbevölkerung über baurechtliche Grundlagen.

Nur wenige Kilometer vom Heididorf in Maienfeld entfernt ist oberhalb des Walensees ein weiteres Projekt geplant, bei der die Schweizer Kultfigur helfen soll, den Tourismus anzukurbeln. Das «Heidi Alperlebnis» soll jährlich 200'000 Besucherinnen und Besucher auf den Flumserberg locken.

Nebst dem «Alperlebnis» auf der Molseralp ist auf dem heutigen Parkplatz vor der Maschgenkammbahn eine Hotelanlage mit bis zu 300 Betten geplant, die Parkplätze sollen in einer Tiefgarage verschwinden und es entstehe ein «Begegnungsplatz» mit Restaurants und Shops, wirbt die Standortgemeinde Quarten.

Ursprünglich waren 100 Millionen Franken für das Tourismusprojekt vorgesehen. Davon haben die Bergbahnen Flumserberg bereits 32 Millionen Franken in eine neue Seilbahn investiert. Der CEO der Bergbahnen, Heinrich Michel, steht entsprechend hinter dem Projekt: «Es wäre schön, wenn sich der Flumserberg in eine Ganzjahres-Destination entwickeln kann.»

Das geplante Projekt würde den Sommertourismus stärken und dasselbe Gästesegment ansprechen, für welche der Flumserberg ohnehin schon stehe, so Michel: «Familien mit Kindern aus der Agglomeration Zürich.»

Gegner zweifeln an Heidi

Damit das Grossprojekt wie geplant umgesetzt werden kann, müssen die baurechtlichen Grundlagen geschaffen werden. Gegen eine Teilzonenplan-Änderung, die dafür nötig ist, wurde jedoch das Referendum ergriffen: Die beiden Brüder Anton und Walter Stoffel aus Quarten sammelten 266 Unterschriften – somit hat die Stimmbevölkerung das letzte Wort.

Foto mit Bergbahn und Bergkette
Legende: Blick auf die Churfirsten: Viele kennen den Flumserberg als Wintersportgebiet. Keystone

Er sei nicht grundsätzlich gegen die Weiterentwicklung des Tourismus, sagt Walter Stoffel. Er störe sich aber unter anderem an der Idee, Touristinnen und Touristen mit einem Heidi-Erlebnisdorf an den Flumserberg zu bringen: «Heidi wird national und international in Maienfeld verortet. Zudem gibt es das nahegelegene Ressort Bad Ragaz. Das reicht.» Es brauche keine zusätzliche Konkurrenz.

Nach der Abstimmung warten weitere Hürden

Sollte die Quartner Stimmbevölkerung am 13. Juni für eine Teilzonenplan-Änderung stimmen, wäre das Heidi-Dorf noch nicht in trockenen Tüchern. Nach einer ersten Absage vor drei Jahren müsste unter anderem die Alpkorporation Mols ein weiteres Mal über das Projekt befinden und sich bereit erklären, Land zur Verfügung zu stellen. Zudem fehlen für die Heidi Erlebniswelt und das Resort nach wie vor Zusagen von Investoren.

Regionaljournal Ostschweiz, 18.5.2021, 17:30 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Chrigi Wiwi  (Chrigiwi)
    Völlig deplatziert diese Heidiwelt am schönen Flumserberg. Schaut Euch mal an was ähnliche Projekte gebracht haben, z.B. der Mystery-Park ging kurz nach Eröffnung Konkurs. Auch er war ein falsches Projekt am falschen Ort. Ich hoffe es wird Nein gestimmt. Und in der heutigen Corona Zeit werden keine Touristen aus China und Indien kommen. Und wenn sie kommen, werden sie auf dem Weg von St. Moritz zum Flughafen kurz in Maienfeld halten, ein Selfie machen und nach 30 Minuten weiterfahren. Also NEIN!
  • Kommentar von Thomas Trefzer  (ttre)
    Wieso nicht ein Pinoccio-Dorf? Hat etwa gleich viel Bezug zu Flumserberg wie Heidi ;-). Hoffe auf rege Nichtbeteiligung von Investoren...
  • Kommentar von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
    Wir machen auch noch den Rest der Natur kaputt fürs Geld.