Zum Inhalt springen

Header

Audio
«Der Stadtrat ist enttäuscht»
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 07.03.2021.
abspielen. Laufzeit 04:19 Minuten.
Inhalt

Abstimmung Stadt Kreuzlingen Das geplante Stadthaus-Projekt in Kreuzlingen ist vom Tisch

Die «Volksinitiative zur Freihaltung der Festwiese beim Bärenplatz» wurde mit 53.3 Prozent angenommen.

«Der gesamte Stadtrat ist enttäuscht», sagt Thomas Niederberger, Stadtpräsident von Kreuzlingen, gegenüber SRF. Die Kreuzlinger Stimmbevölkerung hat die «Volksinitiative zur Freihaltung der Festwiese beim Bärenplatz» knapp angenommen. Die Stimmbeteiligung betrug 53.4 Prozent

Stadthaus-Projekt

Kreuzlingen: Volksinitiative «zur Freihaltung der Festwiese beim Bärenplatz»

  • JA

    53.3%

    2'342 Stimmen

  • NEIN

    46.7%

    2'055 Stimmen

Selbstverständlich akzeptiere man den Entscheid der Stimmbevölkerung und werde nun mögliche Varianten für die Räumlichkeiten der Stadtverwaltung prüfen, so Niederberger: «Der Auftrag der Initiative ist, dass ein Alternativprojekt für einen neuen Standort erarbeitet wird.»

Zurück auf Feld eins

Man beginne beim Stadthaus-Projekt nun wieder von vorne. Die nötige Evaluation für das weitere Vorgehen werde der Stadtrat breit abgestützt und ohne Vorbehalte vornehmen. «Wir werden nicht im stillen Kämmerlein überlegen, welches mögliche Alternativen zum geplanten Stadthaus sein könnten», so Niederberger.

«Wir machen den Fächer weit auf und prüfen zunächst mit dem Gemeindeparlament mögliche Varianten, bevor wir einen Planungskredit beantragen werden», wird der Stadtpräsident in einer Mitteilung der Stadtverwaltung zitiert. Er gehe davon aus, dass eine Volksabstimmung mit dem Kreditantrag für eine optionale Lösung frühestens im Jahr 2023 vorgelegt werden kann.

Eine lange Vorgeschichte

In Kreuzlingen wird seit über 30 Jahren über ein neues Stadthaus diskutiert. Die heutigen Büros sind in der Stadt auf fünf verschiedene Standorte verteilt. Die Stimmbevölkerung bewilligte schon im November 2016 einen Baukredit in der Höhe von 47.5 Millionen Franken. Das Abstimmungsresultat war äusserst knapp, gerade einmal fünf Stimmen machten den Unterschied.

Visualisierung des geplanten Stadthauses
Legende: Die Stadt Kreuzlingen plant seit 30 Jahren ein neues Stadthaus. Vorgesehen ist im Neubau auch eine Tiefgarage mit 250 Plätzen. Architekten Niggli+Zbinden, im Auftrag der Stadt Kreuzlingen

Das geplante Stadthaus mit einer Tiefgarage auf der Festwiese beim Bärenplatz wurde zum Fall fürs Verwaltungsgericht. Eine Stimmrechtsbeschwerde wurde Anfang dieses Jahres vom Verwaltungsgericht abgelehnt.

Allerdings entschied das Verwaltungsgericht in einem anderen Verfahren im Mai 2020, dass das 111 Meter lange Stadthaus nach jetzigem Baurecht nicht bewilligt werden kann. Für den Bau wäre eine Anpassung des Baureglements nötig.

Regionaljournal Ostschweiz, 7.3.2021, 14.05 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Das freut mich. Das von seinen Amtvorgänger Stadtammann A. Netzle forcierte Stadthausprojekt war damals mit nur 5 Stimmen mehr ganz knapp angenommen worden. Dieser Entscheid ist glücklicherweise nun korrigiert worden. Dem heutigen Stadtpräsidenten Th. Niederberger sei geraten, einige Jahre abzuwarten, bis ein neues Projekt projektiert und zur Abstimmung gebracht wird. Denn grundsätzlich ist die Stadtverwaltung dezentral soweit angemessen untergebracht, daher braucht es kein neues Mega-Projekt.