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Das Verkehrsproblem in Düdingen müssen die Neu-Gewählten lösen
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 15.02.2021.
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Gemeindewahlen Freiburg Die Ausgangslage in den Deutschfreiburger Gemeinden

Die Freiburger Gemeinden wählen ihre Räte. Ein Überblick über die grössten Gemeinden in Deutschfreiburg.

Die meisten Gemeinden im Kanton Freiburg wählen am 7. März ihren Gemeinderat und wenn sie einen haben auch den Generalrat. In den grössten Gemeinden im Sense- und Seebezirk präsentiert sich die Ausgangslage ganz unterschiedlich:

Düdingen: Für die neue Legislatur wird der Gemeinderat von Düdingen verkleinert und professionalisiert: Statt neun stehen noch sieben Sitze zur Wahl. Insgesamt treten 34 Kandidatinnen und Kandidaten auf sechs Listen an. Nicht darunter ist der amtierende Gemeindepräsident Kuno Philipona (CVP), der nach 20 Jahren in der Gemeinderegierung zurücktritt.

Neben dem Gemeinderat wird in Düdingen auch der Generalrat mit 50 Mitgliedern neu gewählt.

Wünnewil-Flamatt: 3 FDP, 2 SP, 2 CVP, 1 CSP und 1 SVP. So setzt sich der neunköpfige Gemeinderat von Wünnewil-Flamatt derzeit zusammen. Fünf Bisherige treten erneut an, auch Syndic Andreas Freiburghaus (FDP). Dazu kommen neun neue Kandidatinnen und Kandidaten auf sechs Listen. Erstmals treten SP und Grüne auf einer gemeinsamen Liste an, erstmals überhaupt tritt die Junge Freie Liste an.

Neben dem Gemeinderat wird auch der Generalrat mit 50 Mitgliedern neu gewählt.

Kerzers: Zwölf Kandidatinnen und Kandidaten auf vier Listen bewerben sich um einen der sieben Sitze im Gemeinderat. Die Gemeinde dürfte fest in bürgerlicher Hand bleiben: Aktuell haben sie sechs Sitze (3 SVP, 2 FDP, 1 CVP), die Linke mit der SP nur einen. Nach nur einer Legislatur tritt Gemeindepräsidentin Nicole Schwab (SVP) aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl an.

Gurmels: Die SVP tritt mit einer neu gegründeten Ortssektion erstmals zur Wahl an. Sie stellt eine komplette Liste mit sieben Kandidatinnen und Kandidaten. Ebenfalls mit einer vollen Liste treten die CVP und die Unabhängigen Wähler Gurmels (UWG) an. Aktuell hält die CVP in der siebenköpfigen Gemeinderegierung fünf Sitze, die UWG deren zwei.

Schmitten: Bei der letzten Gesamterneuerungswahl gewann die SVP drei Sitze im Gemeinderat, SP, CSP und CVP je deren zwei. Während der Legislatur verlor die SVP jedoch bei einer Ersatzwahl einen Sitz an die CVP, diesen will sie nun zurückgewinnen. Insgesamt treten 25 Kandidatinnen und Kandidaten an, unter ihnen auch der amtierende Gemeindepräsident Hubert Schafer (CVP).

Wahl nach Mehrheit oder nach Verhältnis?

Im Kanton Freiburg werden Generalräte nach dem Proporzsystem gewählt, Gemeinderäte eigentlich nach dem Majorzsystem. Viele Gemeinden haben jedoch einen Antrag auf die Proporzwahl gestellt, unter anderem Freiburg, Düdingen, Kerzers oder Plaffeien.

Proporzwahl

Bei der Proporzwahl sind nicht einzelne Politikerinnen und Politiker entscheidend, sondern die Parteien. Die Sitze werden im Verhältnis zu den erzielten Stimmen auf die Parteien verteilt. Erst danach erhalten die Kandidatinnen und Kandidaten mit den höchsten Stimmenzahlen die Sitze, welche ihre Partei errungen hat.

Majorzwahl

Bei der Majorzwahl ist gewählt, wer am meisten Stimmen erhält.​ Es braucht für eine Wahl das absolute Mehr, darum kann es zu einem zweiten Wahlgang kommen. In diesem Fall am 28. März.

Plaffeien: Im Senseoberland geht eine Ära zu Ende: Nach 39 Jahren als Gemeinderat, davon die letzten 25 als Gemeindepräsident, zieht sich Otto Lötscher (Talschaft Schwarzsee) aus der Politik zurück.

Zur Wahl treten 16 Kandidatinnen und Kandidaten an, zu vergeben sind neun Sitze. Für die Ortsteile Zumholz und Oberschrot gibt es – anders als bei der letzten Wahl nach der Fusion – keine sicheren Sitze mehr.

Bösingen: Schon vor der Wahl zeichnet sich im Gemeinderat ein Rechtsrutsch ab: Die SP, die bei der letzten Wahl noch drei Sitze holte, fand nur zwei Kandidierende.

SP-Gemeindepräsident Louis Casali gibt sein Amt nach 20 Jahren ab. Davon profitieren könnten Die Mitte (ehemals CVP, aktuell 3 Sitze), die SVP (2) oder die FDP (1), welche zur Wahl antreten.

Keine Wahlen in Murten und Tafers

In Murten und Tafers, den Hauptorten des See- und Sensebezirks, finden am 7. März keine Wahlen statt. Murten fusioniert per 1. Januar 2022 mit der Berner Gemeinde Clavaleyres, deshalb werden die Gemeindebehörden erst im Herbst neu gewählt. Tafers seinerseits hatte bereits im vergangenen Herbst aufgrund der Fusion mit Alterswil und St. Antoni, die per 1. Januar dieses Jahres in Kraft trat, gewählt.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 10.02.2021, 17:30 Uhr

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