Bundeskanzler Friedrich Merz wurde nach Angaben der Bundesregierung unmittelbar nach dem Vorfall informiert. Er spricht von einer abscheulichen Tat und einem Angriff auf die Gesellschaft und kündigt an, dass die Tat aufgeklärt und mit aller Härte verfolgt werde. Dazu stehe er im ständigen Kontakt mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Beide bedanken sich bei den Einsatzkräften und teilen mit, ihre Gedanken seien bei den Betroffenen und ihren Angehörigen.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner spricht von einem Angriff auf die freie und weltoffene Gesellschaft. «Berlin ist die Stadt der Freiheit – und unsere Freiheit ist heute aufs Schrecklichste angegriffen worden.»
Der CDU-Spitzenkandidat für die bevorstehende Abgeordnetenhauswahl in Berlin, Stefan Evers, drückt auf X sein Entsetzen aus: «Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz.» Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), schreibt bei Instagram: «Wenn die Feinde unserer Freiheit Hass und Gewalt säen, werden sie keine Angst ernten, sondern mehr Zusammenhalt, mehr Vielfalt und mehr Sichtbarkeit.»
CSU-Chef Markus Söder hat «alle Härte» bei der Aufklärung gefordert, aber vor falschen Konsequenzen gewarnt. «Wir dürfen uns deswegen nicht die gesamte Lebensfreude nehmen lassen», sagt Bayerns Ministerpräsident im ZDF-Sommerinterview. Man versuche es gerade in Bayern mit der richtigen Balance aus Sicherheit einerseits und «natürlicher Liberalität» andererseits. Der Anschlag in Berlin sei deshalb so schlimm, weil die CSD-Veranstaltung Ausdruck von Lebensfreude, Freiheit und Toleranz gewesen sei. Deshalb handle es sich um einen «bewussten Anschlag auf die Freiheitsidee unseres Landes und deswegen muss auch mit aller Härte dagegen vorgegangen werden», sagt Söder.
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sagt: «Ich war selbst oft beim CSD, als schwuler Mann weiss ich, wofür dieser Tag steht: für Freiheit, für gleiche Rechte, für das Recht, einfach man selbst zu sein. All das wurde in Berlin auf abscheuliche Art angegriffen.» Auch Miersch hofft, wie er sagt, dass «der oder die Täter schnell gefasst und mit aller Härte zur Rechenschaft gezogen» werden.
«Schützt die Berliner vor gewaltbereiten Islamisten», schreibt die Berliner AfD-Landesvorsitzende Kristin Brinker auf X. Sie brachte die Tat in Zusammenhang mit einer angeblich «katastrophale Migrationspolitik der vergangenen Jahre» und einem vermeintlichen «Kuschelkurs gegenüber gewaltbereiten Islamisten».