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Christopher Street Day Berlin Auto rast in Berlin in Menschenmenge: Das ist bisher bekannt

Was ist passiert? Der Vorfall ereignete sich gegen 22 Uhr im Berliner Tiergarten nahe dem Potsdamer Platz. Nach Angaben der Polizei fuhr ein weisser Kastenwagen am Ahornsteig parallel zur Lennéstrasse und erfasste mehrere Menschen. Das Fahrzeug prallte anschliessend gegen einen Baum. Der Fahrer stieg aus und flüchtete. Danach sei er mutmasslich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) an einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag sagte. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Terroranschlag aus.

Was ist über die Opfer bekannt? Eine Frau erlag noch vor Ort ihren Verletzungen. 29 weitere Menschen wurden verletzt oder schwerstverletzt. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen seien alle in Spitäler gebracht worden. Am Sonntagnachmittag gibt die Polizei bekannt, dass keine Verletzten mehr in kritischem Zustand seien. Angaben zu Alter oder Identität der Betroffenen machten die Behörden zunächst nicht.

SRF-Korrespondentin: «Alles überwachen, ist kaum möglich»

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Kurzeinschätzung von Deutschland-Korrespondentin Alexandra Gubser:

«Der Verdächtige soll versucht haben, nach Syrien auszureisen, um sich dem sogenannten Islamisch Staat anzuschliessen. Bei einer Rückreise aus dem Libanon wurde er Ende letzten Jahres dann am Flughafen Berlin festgenommen, wegen Verdachts auf Vorbereitung einer terroristischen Straftat. Das wirft Fragen auf: Warum war dieser Mann auf freiem Fuss? Warum wurde er nicht besser überwacht? Aber man muss auch wissen: Der Verfassungsschutz zählt für ganz Deutschland 9000 Menschen, die ein gewaltorientiertes islamistisches Potenzial haben sollen. Allein in Berlin wird von einer dreistelligen Zahl gesprochen. Alles überwachen, das ist kaum möglich.»

Wer wird gesucht? Noch in der Nacht identifizierte die Berliner Polizei einen Tatverdächtigen. Er sei in Berlin polizeibekannt und werde dem islamistischen Milieu zugerechnet.

Porträtfoto einer Person mit lockigem Haar und Bart.
Legende: Der gesuchte Tatverdächtige Abdul B. Polize Berlin

In der Vergangenheit sei der Beschuldigte bereits auf Bewährung verurteilt worden, sagte Bundesinnenminister Dobrindt. Der Tatverdächtige sei 2005 in Deutschland geboren und deutscher Staatsbürger, sagte der Innenminister. Er habe einen libanesischen Hintergrund, seine Mutter sei 2002 in Deutschland eingebürgert worden. Am Sonntagmorgen veröffentlichte die Polizei ein Foto, mit dem sie nach dem 21-jährigen Abdul B. sucht. Der Mann sei etwa 1.90 Meter gross, von schlanker Statur, habe schwarzes Haar und trage einen schwarzen Hoodie und eine weisse Hose. Die Behörden warnen davor, ihn anzusprechen, da er möglicherweise bewaffnet sei. Weiter prüft die Polizei, ob es einen oder mehrere Täter gab.

Anschlag auf CSD in Berlin

Was ermitteln die Behörden? Die Bundesanwaltschaft wird die Ermittlungen übernehmen. Das kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) an. Der Generalbundesanwalt ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland. Er ist unter anderem zuständig für Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus.

Berliner Polizei hat mehrere Menschen in Gewahrsam

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Die Polizei hat mehrere Menschen in Gewahrsam genommen. Von Tatverdächtigen sprach Polizei-Sprecher Florian Nath dabei aber nicht. Er sagte zugleich auch: «Wir haben immer noch die Ermittlungshypothese, dass es nicht nur ein Tatverdächtiger sein könnte.»

Der Sprecher weiter: «Wir haben mehrere Personen, die wir natürlich im Zusammenhang mit dieser ganzen Tat befragt haben, die wir auch teilweise im Gewahrsam hatten, die wir im Gewahrsam haben», sagte er. «Wir müssen diesen Personen aber konkrete Tatverdachtsmomente zuordnen. Wenn wir das nicht können, dann sind diese Personen nach Ablauf von 48 Stunden zu entlassen.»

War die Sicherheit gewährleistet? Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sagte dazu am Sonntagnachmittag in der Nähe des Tatorts: «Wir haben beim CSD eine hohe Sicherheit gehabt.» Er betonte: «Die Strecke des CSD wurde nicht getroffen. Dort ist der Täter nicht drauf gekommen. Weil die Polizei, die Sicherheitsbehörden, diesen Christopher Street Day abgesichert haben. Aber rund 400 Meter daneben sind immer noch Besucherinnen und Besucher, viele Menschen, die die Veranstaltung verlassen haben oder wieder hingehen wollten.»

Was ist der Christopher Street Day? Der Christopher Street Day ist eine Demonstration für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und weiteren queeren Menschen. Er erinnert an die Stonewall-Aufstände, die am 28. Juni 1969 nach einer Polizeirazzia im «Stonewall Inn» in New York begannen. Die Proteste gelten als wichtiger Wendepunkt der modernen LGBTQ+-Bewegung.

Die Reaktionen: Lesen Sie hier, wie deutsche Politikerinnen und Politiker auf den Anschlag reagieren.

SRF 4 News, 25.07.2026, 23:30 Uhr ; 

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