- Der frühere Vorsitzende der US-Notenbank Alan Greenspan ist im Alter von 100 Jahren in seinem Haus an den Folgen einer Parkinson-Krankheit gestorben, wie NBC berichtet.
- Greenspan leitete die Federal Reserve von August 1987 bis Januar 2006.
- Er prägte die amerikanische Geldpolitik über fast zwei Jahrzehnte.
Während seiner Amtszeit steuerte Greenspan die Notenbank durch den Börsencrash von 1987, die Rezession Anfang der neunziger Jahre, die Asienkrise, das Platzen der Dotcom-Blase und die Folgen der Terroranschläge vom 11. September 2001.
Als wichtigste Leistung gilt die Verteidigung der Unabhängigkeit der Notenbank. Anfang der neunziger Jahre widerstand er dem Druck von Präsident George Bush senior, die Zinsen zu senken.
Greenspan wurde 1926 in New York geboren. Nach einem Musikstudium wechselte er zur Volkswirtschaft und machte sich als Wirtschaftsberater einen Namen. 1974 übernahm er den Vorsitz des Council of Economic Advisers.
Nach seinem Rücktritt geriet Greenspan wegen der Finanzkrise ab 2007 in die Kritik. Gegner warfen ihm vor, mit einer langen Phase tiefer Zinsen Spekulationsblasen begünstigt zu haben. Später räumte er Fehleinschätzungen ein.