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International Mehr Schockbilder und Warnhinweise gegen das Rauchen

Die EU will mit strengeren Tabakgesetzen Bürger vom Rauchen abhalten. Etwa Schockbilder und Warnhinweise: Sie müssen demnach mindestens 65 Prozent der Packungsoberfläche abdecken.

Eine Person hält eine Zigarette in der Hand.
Legende: Nicht nur in der EU, in vielen Länder gehen Regierungen mit Gesetzen und Warnungen gegen das Rauchen vor. Reuters

Die Tabakindustrie muss sich in der EU künftig an strengere Regeln bei Verpackung und Inhalt ihrer Produkte halten. Das EU-Parlament stimmte der neuen Tabakrichtlinie zu.

Künftig müssen 65 Prozent der Vorder- und Rückseite von Zigaretten-Packungen mit Bildern bedeckt sein, die vor den Folgen des Rauchens warnen.

Zudem sollen bestimmte Aromastoffe verboten werden. Bei Menthol-Zigaretten, zu denen auch Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt greift, gilt eine Übergangsfrist von vier Jahren. Im Falle von E-Zigaretten sollen die Mitgliedsländer selbst entscheiden, ob diese künftig nur noch in Apotheken erhältlich sind.

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Markenmanagement-Dozent Marco Casanova im Gespräch
04:46 min, aus SRF 4 News aktuell vom 26.02.2014.
abspielen. Laufzeit 04:46 Minuten.

Die Jugend im Fokus

Mit den neuen Massnahmen will die EU erreichen, dass insbesondere junge Menschen nicht mehr so oft zur Zigarette greifen und damit die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Tabakkonsum sinkt. Schätzungen zufolge sterben pro Jahr 700‘000 Menschen in der EU an den Folgen des Rauchens.

Marco Casanova, Dozent für Markenmanagement an der Universität Bern, glaubt nicht, dass die Massnahmen der EU die Jugendlichen abschrecken, im Gegenteil: «Die Jugend geht sehr gern in Opposition zum Establishment und zur Gesellschaft. Deshalb entfalten die Massnahmen sicher nicht die gewünschte Wirkung.» Viel mehr helfen würde, wenn Jugendidole wie etwa der Sänger Justin Biber mit besserem Beispiel vorangehen würden, so Casanova.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran , Basel
    Die Schockbilder die vor den Wahlen an jeder Strasse hängen reichen mir eigentlich ;-) Den konnte ich mir jetzt nicht ersparen. Natürlich bringe Schockbilder in einer verrohten Gesellschaft (TV sei Dank) nichts. Solche Aktionen kommen von weltfremden "Bessermenschen", die meinen alles müsse nach deren Willen laufen. In Tat und Wahrheit sind solche "besorgten" Leute ein Fall für den Psychiater, sprich Zwangsneurosen und Kontrollzwang! Die haben das Motto, leben und leben lasse nicht kapiert!
  • Kommentar von Edwin Wipf , Widen
    Fragwürdige Politik. Im 2000 sind im EU-Raum 180000ha Tabak angebaut u.subventioniert worden! In der Schweiz 2012 ca.350ha. Pro Pkt Zigar. gehen 2,6Rp in den heimischen Tabakanbau. Handel und Hersteller mit ähnlichen Beiträgen beteiligt. Die Anbauer erhalten den Flächenbeitrag des Bundes. Futtermittelimport letztes Jahr betrug anscheinend. ü.1Mio. to! Brasilien(Regenwald) lässt grüssen! Energie. wie Gesundheitspolitisch wäre ehrlicher/sinnvoller, auf diesen 350ha Futtermittel anzupflanzen!
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Zur Beachtung: Diese Warnhinweise inklusive Ergänzungen der Schockbilder sind leider nicht in den Bilateralen mit der Schweiz enthalten. Logisch: hier profitiert die EU nicht von der Schweiz - hm hm!!