- Tausende haben am Samstagabend friedlich in der albanischen Hauptstadt Tirana gegen das Luxusresort-Projekt demonstriert.
- Tagsüber haben bereits Hunderte in einem Naturschutzgebiet an der albanischen Küste gegen die Resort-Pläne protestiert.
- Es ist eine der bisher grössten Protestaktionen gegen das Projekt mit Trump-Verbindungen.
Die albanisch-australische Schwimmerin Eva Buzo schwamm 15 Kilometer (9 Meilen) um die betroffene Insel, um gegen die Pläne zur Bebauung des Schutzgebiets zu protestieren. In das Luxusprojekt investieren unter anderem Donald Trumps Tochter Ivanka Trump und ihr Mann Jared Kushner.
Rastgebiet für Zugvögel und Flamingos
Seit rund einer Woche versammelten sich in Tirana jeden Abend tausende Menschen, um gegen die aus ihrer Sicht geplante Zerstörung ganzer Gebiete des Vjosa-Narta-Naturschutzgebiets und die Entwicklung eines Luxus-Ferienorts zu protestieren. Dem Plan zufolge ist die Umwandlung der unbewohnten Insel Sazan – einst eine geheime kommunistische Militärbasis – in einen glanzvollen Ferienort vorgesehen.
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Bild 1 von 4. Das Luxusprojekt soll in der Narta-Lagune und auf der nahegelegenen unbewohnten Insel Sazan gebaut werden. Bildquelle: REUTERS / Florion Goga.
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Bild 2 von 4. Auch in der betroffenen Lagune Vjosa-Narta rund 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tirana haben sich hunderte Protestierende versammelt. Bildquelle: REUTERS / Fedja Grulovic .
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Bild 3 von 4. Protestierende halten Flamingo-Plakate und -Schwimmringe hoch – das Resort ist in einem Rastgebiet der Vögel geplant. (Tirana, 6.6.26). Bildquelle: REUTERS / Florion Goga.
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Bild 4 von 4. Auch Ivanka Trump und Jared Kushner zieren die Plakate der Protestierenden. Kushner ist mit einer Investmentfirma am Projekt beteiligt. Bildquelle: REUTERS / Florion Goga.
Die Lagune an der südlichen Adriaküste ist ein bedeutendes Rastgebiet für Zugvögel und Flamingos. «Dieses Gebiet ist einer der wichtigsten Orte für Artenvielfalt im Mittelmeerraum», so Denisa Kasa von der Albanischen Vereinigung zum Schutz der Umwelt (PPNEA).
Regierung will mit dem Projekt die Wirtschaft ankurbeln
Albaniens Ministerpräsident Edi Rama hatte die Proteste am Freitag heruntergespielt und erklärt, es gebe «keinen Grund zur Besorgnis». Das Projekt sei noch nicht genehmigt. Zudem seien «die besten Experten» der Welt in die Planungen eingebunden. Es gehe darum, «etwas Einzigartiges zu schaffen».
Die albanische Regierung versucht seit langer Zeit, ihre Wirtschaft durch den Tourismus anzukurbeln. Die Familie von Trump hat weltweit vielfach in Luxusprojekte investiert. Kritiker werfen Kushner und seiner Frau vor, die Präsidentschaft von Donald Trump für eigene Geschäfte zu nutzen.