Das ist passiert: Der verheerende Brand in einer Bar in der thailändischen Hauptstadt Bangkok brach in den frühen Morgenstunden am Montag (Ortszeit) aus. Bei der Katastrophe starben zahlreiche Menschen, es gab auch Dutzende Verletzte. Sie wurden in umliegende Spitäler gebracht.
Die Opfer: Mindestens 27 Menschen kamen in den Flammen ums Leben, wie der Gouverneur von Bangkok, Chadchart Sittipunt, mitteilte. 73 Personen seien zudem verletzt worden. 25 von ihnen befänden sich in kritischem Zustand. Unter den Todesopfern seien 17 Frauen und 8 Männer bereits identifiziert. Ob sich unter den Opfern Touristinnen und Touristen befinden, ist noch unklar. Angehörige wurden aufgefordert, sich bei den Behörden zu melden und DNA-Proben abzugeben, um die Opfer zu identifizieren.
Der Ort des Geschehens: Einheimische Medien identifizierten die Gaststätte als «Rong Beer Na Lat Phrao». Das Bierlokal mit Livemusik liegt in der Nähe des viel besuchten Chatuchak-Markts im Stadtteil Ladprao. Dort halten sich Nachrichtenagenturen zufolge an Wochenenden viele Zehntausend Menschen auf, darunter auch zahlreiche Ausländerinnen und Ausländer. Der Chatuchak-Markt war zum Zeitpunkt des Brandes bereits lange geschlossen. Bangkok gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Südostasien.
Bar-Brand in Bangkok
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Bild 1 von 5. Das Bierlokal in Bangkok brannte vollständig aus. Bildquelle: REUTERS/Chalinee Thirasupa.
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Bild 2 von 5. Der Bereich um die Bar wurde abgesperrt. Bildquelle: REUTERS/Chalinee Thirasupa.
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Bild 3 von 5. Am Montagmorgen besuchten einige buddhistische Mönche den Ort des Geschehens, um für die Opfer zu beten. Bildquelle: REUTERS/Arnun Chonmahatrakool.
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Bild 4 von 5. Vor der Bar liegen mehrere verkohlte Objekte. Bildquelle: REUTERS/Chalinee Thirasupa.
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Bild 5 von 5. Die Polizei untersucht nun die Brandursache. Bildquelle: REUTERS/Arnun Chonmahatrakool .
Die Augenzeugen: Ministerpräsident Anutin Charnvirakul machte sich am frühen Morgen vor Ort ein Bild der Lage vor Ort. Berichten von Überlebenden zufolge habe sich das Lokal nach Ausbruch des Feuers rasch mit Rauch gefüllt, sagte der Regierungschef gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Thai PBS. Viele Gäste seien in den hinteren Teil des Gebäudes in die Nähe der Toiletten geflüchtet.
Die Notausgänge: Die Notausgänge waren offenbar mit Bierkisten oder einem Tisch versperrt gewesen, berichtet SRF-Südostasien-Korrespondent Martin Aldrovandi. Die meisten Opfer wurden demnach dort gefunden. Ministerpräsident Anutin Charnvirakul, der den Unglücksort besuchte, erklärte, es habe keine klaren Hinweise auf Notausgänge gegeben. Eine Türe, die früher als Ausgang gedient haben soll, sei später verriegelt worden. Der Besitzer habe befürchtet, dass Gäste ohne zu bezahlen verschwinden könnten.
Die Brandursache: Offiziell liegen noch keine gesicherten Informationen zur Ursache des Feuers vor. Der Ministerpräsident Anutin zitierte Zeugenaussagen, wonach Rauch aus einem Sicherungskasten ausgetreten sei. Danach sei der Strom ausgefallen und es habe eine schwere Explosion gegeben. Eine Zeugin berichtete zudem, die Decke habe aus schalldämmendem Schaumstoff bestanden, was zur schnellen Ausbreitung des Feuers beigetragen haben könnte. Die Ermittlungen laufen.
Die Arbeiten vor Ort: Der Feuerwehr gelang es laut Medienberichten nach etwa einer Dreiviertelstunde, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Einsatzkräfte sicherten den Bereich um das komplett ausgebrannte Lokal, wie auf Bildern zu sehen war. Stühle, Tische, Wände und Decke der Gaststätte sind völlig verrusst, zahlreiche Fenster geborsten. Vor der Bar wurden die mit Tüchern abgedeckten Leichen der Opfer aufgereiht.