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Nasa-Raumkapsel «Orion» Nach Mondumrundung: Rückflug zur Erde hat begonnen

Darum geht es: Die Nasa-Raumkapsel «Orion» hat den Mond umrundet und ist jetzt wieder auf dem Weg zur Erde. Die drei Astronauten und die Astronautin an Bord der «Orion» hatten sich dem Erdtrabanten auf rund 6545 Kilometer angenähert. Dabei waren sie maximal 406'771 Kilometer von der Erde entfernt, wie die Nasa bekanntgab – so weit, wie das noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist. Damit brach die Crew den 1970 aufgestellten Entfernungsrekord der «Apollo-13»-Mission.

Artemis II: Bilder von Erde und Mond

Hinter dem Mond: Während die «Orion» hinter dem Mond verschwand, war der Funkkontakt zur Erde für etwa 40 Minuten unterbrochen. Zuvor hatte sich der Astronaut Victor Glover mit den Worten verabschiedet: «Wir sehen uns auf der anderen Seite.» Nach dem Wiederauftauchen meldete sich die Astronautin Christina Koch als Erste zurück. Es sei grossartig, wieder von der Erde zu hören, sagte sie. Die Crew könne von ihrer Position aus auf der Erde bereits den afrikanischen Kontinent und Asien erkennen.

Ehrung für die Vorgänger: Sie wollten mit ihrer Reise um den Mond auch alle ihre Vorgänger in der bemannten Raumfahrt ehren, sagte der kanadische Astronaut Jeremy Hansen. «Wir wählen diesen Moment, um diese Generation und die nächste herauszufordern, sicherzustellen, dass dieser Rekord nicht lange hält.» Das Nasa-Kontrollzentrum gratulierte den vier Astronauten.

Der US-Präsident ist Fan: Donald Trump gratulierte der Crew bei einer Live-Schalte – und lud sie nach ihrer Landung auf der Erde zu einem Empfang ins Weisse Haus ein. «Ich freue mich darauf, euch im Oval Office zu sehen», sagte Trump. «Wie ihr wisst, war ich auch ziemlich beschäftigt in letzter Zeit, aber wir werden die Zeit finden.» Bei dieser Gelegenheit werde er sie auch um ihre Unterschriften bitten, sagte Trump weiter. Das mache er nicht oft – «aber ihr seid wirklich etwas ganz Besonderes». Trump bezeichnete die Astronauten als «moderne Pioniere».

Nordamerikanische Crew: Die Raumschiffbesatzung besteht aus den US-Amerikanern Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman sowie aus dem Kanadier Jeremy Hansen. Für Glover, Koch und Wiseman ist es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch ist die erste Frau an Bord einer Mondmission der Nasa, Glover ist der erste nicht-weisse Mensch und Hansen der erste Kanadier.

Zehntägige Mission: Die «Artemis-2»-Mission war nach mehrmaliger Verschiebung in den letzten Monaten in der Nacht zum 2. April (MESZ) gestartet. Die vier Astronauten hoben an Bord der «Orion»-Kapsel mit dem Raketensystem «Space Launch System» vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Nach rund zehn Tagen – also rund um den 12. April – soll die Kapsel im Pazifik landen.

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Die Route um den Mond: Der Flugverlauf von «Artemis 2» gleicht einer «8» um Erde und Mond. Die vier Astronauten sollen insgesamt mehr als 2.3 Millionen Kilometer zurücklegen, bevor sie im Pazifik wassern. Bei ihrem Flug rund um den Mond  beobachteten die Astronauten den Himmelskörper rund sieben Stunden lang besonders intensiv. Insbesondere auf der Rückseite des Mondes konnten sie dabei – auch aufgrund der Sonnenverhältnisse – Dinge sehen, die nie ein Mensch zuvor mit den eigenen Augen gesehen hat.

Historische Vorbilder: Der erste Mensch auf dem Mond war am 20. Juli 1969 Neil Armstrong. Als bislang letzter Mensch verliess im Dezember 1972 der 2017 verstorbene Nasa-Astronaut Eugene Cernan mit der «Apollo 17»-Mission den Erdtrabanten. Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land mit den «Apollo»-Missionen zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Mond.

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Tagesschau, 6.4.2026, 19:30 Uhr ; 

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