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Zitadelle Laferrière in Haiti Massenpanik: Mindestens 30 Todesopfer bei Unesco-Weltkulturerbe

  • Mindestens 30 Menschen sind aufgrund einer Massenpanik beim Besuch der Zitadelle Laferrière, einem historischen Gefängnis auf Haiti, ums Leben gekommen.
  • Das Unglück hat sich während traditioneller Feierlichkeiten ereignet.

Aussergewöhnlich viele Besucher seien am Samstag an der Zitadelle Laferrière in der Gemeinde Milot im Norden des Landes zusammengekommen, berichtete die Tagezeitung «Le Nouvelliste».

Symbol des Freiheitskampfes gegen französische Kolonialmacht

Da nur ein einziger Eingang zur Verfügung stand, kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen denjenigen, die versuchten, hineinzukommen, und denen, die versuchten, hinauszugehen, was laut der Zeitung zu der tödlichen Massenpanik führte.

Die Regierung von Ministerpräsident Alix Didier Fils-Aimé habe mit tiefer Bestürzung von dem «tragischen Vorfall» erfahren, heisst es in einer Mitteilung. Das Unglück habe sich während einer touristischen Veranstaltung ereignet.

Alle zuständigen Behörden seien mobilisiert und befänden sich in höchster Alarmbereitschaft, um den Betroffenen und ihren Angehörigen unverzüglich die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Die Regierung rief die Bevölkerung während der Ermittlungen zu Ruhe auf.

Ein grosses, fensterloses Gebäude aus Stein mit einem Eingang
Legende: Die Zitadelle Laferrière auf Haiti ist ein Weltkulturerbe der Unesco. Dieses Bild stammt aus dem Jahr 2024. REUTERS/Ricardo Arduengo

Die Zitadelle Laferrière gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Die von ehemaligen Sklaven errichtete Festung gilt als Symbol des Freiheitskampfes gegen die französische Kolonialherrschaft.

SRF 4 News, 12.4.2026, 10 Uhr ; 

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