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Antibakterielle Nastüechli: Happiger Preis für wenig Wirkung
Aus Espresso vom 06.12.2016.
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Panorama Antibakterielle Nastüechli: Happiger Preis für wenig Wirkung

Husten und Schnupfen sind derzeit wieder allgegenwärtig. So macht der Taschentuch-Hersteller Tempo auch grosse Werbung für sein neues Produkt: Ein Taschentuch, dass mit einem antibakteriellen Wirkstoff beschichtet ist. Das nütze jedoch wenig, sagt ein Hygiene-Experte.

«Beim Niesen schleuderst du 100'000 Keime in die Luft. Mach Viren und Bakterien das Leben schwer.» So wirbt der Taschentuch-Hersteller Tempo in Inseraten für sein neues Produkt Tempo protect mit antibakterieller und antiviraler Lotion. Diese reduziere die Keime direkt im Tuch und verringere so das Risiko, die Keime über die Hände weiterzugeben. «Tempo protect kann dazu beitragen, dass erkältete Personen ihre Umgebung weniger anstecken», schreibt die Medienstelle von Tempo.

Experten bezweifeln Wirkung

Der Werbeslogan klingt gut. Doch bringt das überhaupt etwas? Das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» fragt bei Andreas Widmer, Leiter der Spitalhygiene am Universitätsspital Basel, nach. Der schüttelt den Kopf: «Ich kann mir kaum vorstellen, dass dieses Taschentuch eine Wirkung hat.» Das verwendete Benzalkoniumchlorid sei an sich zwar gut verträglich, habe aber den Nachteil, dass es bei empfindlichen Personen Allergien auslösen könne. Darum empfiehlt Widmer, in die Armbeuge zu niesen oder zu husten und regelmässig die Hände zu waschen anstatt Taschentücher mit Desinfektionsmittel zu verwenden.

Hoher Preis für wenig Wirkung

Die neuen Tempo protect sind übrigens viel teurer als herkömmliche Taschentücher. Das merkt man aber erst, wenn man genauer hinsieht. Denn in einer Packung hat es nur neun Nastücher statt zehn. Ein einzelnes Tempo protect kostet gut 4 Rappen, ein normales nur 2,5 Rappen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von S. Meier  (SM)
    Gerade in den ÖV wäre es bestimmt kein Nachteil, wie die Asiaten, einen Mundschutz zu tragen.
  • Kommentar von Jürg R. Glauner  (Jürg R. Glauner)
    Und wieder einmal hat die Marketingabeilung eines gigantischen US Konzerns einen Blödsinn geboren, auf den die Welt gewartet hat.
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Dann müssten eigentlich auch antibakterielle Swiss-Pässe gefertigt werden, denn diese werden von den Zugführern zum Scannen in die Hände genommen, jene Hände, welche dann wieder x andere Swisspässe berühren und so die roten Kärtli mit Bakterien der Zugreisenden kontaminieren, was besonders zur kalten Jahres-, respektive Schnupfenzeit problematisch ist. .