Bombendrohung am Flughafen Zürich: Piste 16 stundenlang gesperrt

Nach einer Bombendrohung am Flughafen Zürich ist am Freitag eine Swiss-Maschine polizeilich untersucht worden. Eine Startpiste blieb während mehreren Stunden gesperrt. Letzten Endes wurde aber nichts Verdächtiges gefunden.

Das Flugzeug von hinten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die gestoppte A330 wird auf dem Rollfeld untersucht. Reuters

Die Passagiere der LX 146 nach Dehli konnten ihren Flug heute um 12.45 Uhr nicht antreten. Grund war eine Bombendrohung gegen den Flug gewesen, sagte Flughafensprecher Michael Stief auf Anfrage von SRF News. Er bestätigte damit eine Meldung der «Handelszeitung».

Die Crew habe die Maschine verlassen müssen, die Passagiere hätten sich noch nicht im Flieger befunden. Daraufhin untersuchten Spezialeinheiten der Kantonspolizei Zürich den Airbus 330 während mehreren Stunden. Dann gab sie Entwarnung: Es wurden keine verdächtigen Gegenstände entdeckt.

Ein Polizeifahrzeug auf der leeren Piste 16. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Piste 16 blieb während mehreren Stunden gesperrt. Keystone

In der Folge der Drohung und polizeilichen Untersuchung wurde auch eine Start- und Landepiste gesperrt. Die Piste 16 wurde erst in der Nacht wieder freigegeben. Der übrige Flugbetrieb wurde allerdings nicht beeinträchtigt, sagte Flughafensprecher Michael Stief. Die Flüge wurden auf Piste 32 umgeleitet.

Polizei ermittelt weiter

Für den ausgefallenen Flug nach Dehli stellte die Swiss einen Ersatzflug mit einer anderen Maschine bereit. Diese startete allerdings erst mit fünf Stunden Verspätung um 18 Uhr.

Über die Hintergründe des Bombenalarms kann die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Angaben machen, so Kantonspolizei-Sprecher Marc Besson. Die Ermittlungen würden weiterlaufen.

Bereits Mitte Dezember waren Teile des Flughafens Zürich wegen einer Bombendrohung vorübergehend geschlossen worden.