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Panorama Boxlegende Muhammad Ali gestorben

Der ehemalige Box-Weltmeister Muhammad Ali ist gestorben. Der dreifache Schwergewichts-Champion wurde 74 Jahre alt. Er verstarb in einem Spital in Phoenix, Arizona, wegen einer Blutvergiftung.

Legende: Video Muhammad Ali: Den letzten Kampf verloren abspielen. Laufzeit 1:41 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.06.2016.

Muhammad Ali, die grösste Ikone des Boxsports, starb am Freitag im Alter von 74 Jahren in einem Spital bei Phoenix, Arizona. Er starb an einer Blutvergiftung in Folge unspezifizierter natürlicher Ursachen. Die Komplikationen seien auf die jahrzehntelange Parkinson-Erkrankung Alis zurückzuführen gewesen, sagte der Mediensprecher der Familie, Bob Gunnell.

Gunnell bestätigte, dass Ali am Freitagabend um 21:10 Uhr gestorben sei. Er war am Donnerstag mit Atembeschwerden ins Spital eingeliefert worden.

Die letzten Stunden seines Lebens verbrachte er im engsten Familienkreis. Ali hinterlässt neun Kinder, er war viermal verheiratet gewesen. Viele Freunde Alis seien extra eingeflogen, um sich zu verabschieden. «Aber sie respektierten die Familie und gingen nicht in den Raum», sagte Gunnell.

Beerdigung in Louisville, Kentucky

Weiter teilte Gunnell mit, dass Ali am kommenden Freitag im Rahmen eines öffentlichen Trauerzugs in seiner Geburtsstadt Louisville, Kentucky, beigesetzt werde. Als Trauerredner haben sich unter anderem der frühere US-Präsident Bill Clinton, der Comedian Billy Crystal und der Sportjournalist Bryant Gumbel angekündigt. Alis Familie wird tags zuvor im kleinen Kreis Abschied vom ehemaligen Schwergewichtsweltmeister nehmen.

Olympia-Gold für Cassius Clay

Ali gewann 1960 Olympisches Gold. Damals hiess er noch Cassius Clay. Erst fünf Jahre später, als er zum Islam übertrat, nahm er den Namen Muhammad Ali an.

Der begnadete Boxer wurde im Februar 1964 erstmals Schwergewichtsweltmeister. Er bezwang damals Sonny Liston und beschrieb seinen eleganten Boxstil mit den Worten: «Schweben wie ein Schmetterling, stechen wie eine Biene.» Weitere zweimal krönte sich Ali danach zum Champion.

Gott hat sich seinen Champion geholt. Auf bald, Grösster.
Autor: Mike TysonEhemaliger Box-Weltmeister

Militärdienst verweigert

Der am 17. Januar 1942 in Louisville als Sohn eines Plakatmalers geborene Ali machte auch weltweit Schlagzeilen durch seine Verweigerung des Militärdienstes während des Vietnam-Kriegs, für die er auch eine Sperre von drei Jahren in Kauf nahm.

Ali war Zeit seines Lebens eine Ikone. Als er 1996 schon gezeichnet von seiner Krankheit das Olympische Feuer entzündete, sorgten die Bilder weltweit für Ergriffenheit. In der Öffentlichkeit zeigte sich Ali in den vergangenen Jahren immer seltener.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Zum Islam konvertiert ... ich habe das seinerzeit belächelt. Klar, war er einem Manipulator zum Opfer gefallen, der ihm im Namen der Religion einen guten Teil seines Zasters abknöpfte. Den Militärdienst verweigert ... ein Weisser wäre ins Gefängnis gewandert. Clay war ohne Zweifel ein guter Boxer. Aber keine Lichtgestalt. Das war einfach nur Marketing.
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  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    Respekt vor einen Mann der noch Sportler war und der mehr Arsch in der Hose hatte als ich und viele andere.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Die Sportwelt hält den Atem an und steht still, the king has left us. Verneigung vor dem grössten Boxer aller Zeiten, der auch gegen Rassismus und für Respekt kämpfte. Ali war eine Inspiration für unzählige Sportler, man kann nur hoffen, dass diverse selbstverliebten Pseudostars heute Alis Vermächtnis entdecken und bescheidener werden.
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    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Also ich habe Cassius Clay/Muhamad Ali anders erlebt, Selbstverliebt und zT recht "gaech" aber ein brillianter Boxer war er allemal..
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    2. Antwort von Fritz Frei (Fritz Frei)
      Wenn jemand unbescheiden und selbstverliebt war, dann Cassius Clay, auch in der Maske des Mohmmed Ali. Aber eben, Meinungen darf man haben, ob man etwas weiss oder nicht. Muss man sie auch äussern? Vielleicht. Das ist dann die Meinungsvielfalt, die sehr oft aus Unwissen gespiesen wird.
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    3. Antwort von J. von Arx (varxj)
      Brillianter Sportler ja, in der Hinsicht auch die wohl prägendsten Gestalten des letzten Jahrhunderts, aber Muhammad Ali predigte, zumindest in frühen Jahren, blanken Rassismus. Er war ein Mann mit einem 80er IQ, ihm sei vergeben, aber ihn darzustellen als politisch-aktivistische Lichtgestalt ist hirnrissig. Er war Mitglied in Farrakhan's Nation of Islam, um Himmels Willen. Jeder der weiss, was es damit auf sich hat, soll sich mal Gedanken machen, was das bedeutet.
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