Buschbrände treiben mehr als 80'000 Südkalifornier in die Flucht

Mehr als 34'000 Häuser und Wohnungen müssen in Südkalifornien evakuiert werden. Der Gouverneur Kaliforniens liess in der am stärksten betroffenen Region den Notstand ausrufen.

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In Kalifornien flüchten 82‘000 vor Buschbränden

1:32 min, aus Tagesschau vom 17.8.2016

Ein Feuer in Südkalifornien breitete sich nach Angaben der zuständigen Forstbehörde im Bezirk San Bernardino rasend schnell aus. Rund 34'500 Häuser sind durch die Flammen bedroht, wie die Behörden mitteilten. 82'000 Menschen mussten die Flucht ergreifen. Bereits 36 Quadratkilometer Land seien zerstört. Dies entspricht knapp der Fläche des Kantons Basel-Stadt.

Karte der betroffenen Region in Südkalifornien. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am stärksten betroffen ist das San Bernardino County zwischen Los Angeles und Las Vegas. SRF

Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, liess in der ländlichen Bergregion am Cajon-Strassenpass, rund 110 Kilometer nordöstlich von Los Angeles, den Notstand ausrufen. Zwei Helfer zogen sich Verletzungen zu, als sie bei Löscharbeiten von Flammen eingeschlossen wurden, wie die zuständige Behörde mitteilte. Mehr als 700 Helfer waren im Bezirk im Einsatz.

Eine anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen um 35 Grad Celsius verschärft die Lage in Südkalifornien.

Im Norden des dürregeplagten Westküstenstaates machte die Feuerwehr Fortschritte bei der Eindämmung eines Brandes, der nahe der Ortschaft Clearlake 175 Gebäude zerstörte. Die Polizei hat dort einen 40-jährigen Mann wegen Verdachts auf Brandstiftung festgenommen.