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Panorama China glückt Landung bei der Mondfee

Erstmals hat ein chinesisches Raumschiff auf dem Mond aufgesetzt. Nun erkundet das Mondfahrzeug «Jadehase» die Heimat der Mondefee. Ähnliche Missionen hatten zuvor nur die USA und Russland durchgeführt. China holt in der Raumfahrt mit Riesenschritten auf.

Legende: Video China erobert den Mond (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.12.2013.

Genau 21 Uhr 12 Ortszeit, eben noch herrschte im Pekinger Raumfahrtskontrollzentrum und auch im Studio des Staatsfernsehens höchste Anspannung. Doch dann applaudieren die Techniker im Kontrollzentrum, springen auf und fallen sich zwischen den langen Reihen von Computerbildschirmen in die Arme. «Was wir hier sehen, sind die Helden unserer Mondmission», sagt sie Moderatorin begeistert.

Legende: Video Ehrgeiziges Ziel Mondlandung - ein Rückblick. abspielen. Laufzeit 01:27 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 14.12.2013.

Eine nicht unberechtigte Begeisterung, soeben ist eine unbemannte chinesische Raumsonde ferngesteuert sanft auf der Mondoberfläche gelandet und hat dort ein sechsrädriges Forschungsfahrzeug abgesetzt. Ähnliche Missionen hatten vor China nur die USA und Russland durchgeführt.

Yutu leistet Mondfee Gesellschaft

Die Chinesen glauben traditionell nicht an einen «Mann im Mond», sondern an eine Mondfee namens Chang'E. Und sie erkennen dort oben bei Vollmond nicht ein Gesicht, sondern einen Hasen. Der «Jadehase» «Yutu» leistet nach der chinesischen Legende der Mondfee Gesellschaft. Dementsprechend heissen die jetzt gelandete Mondsonde Chang'E Nummer 3 und das Roboterfahrzeug eben «Jadehase».

Der Jadehase wird die nächsten drei Monate die Mondoberfläche erforschen und von der «Regenbogen-Bucht», wie das von den Chinesen ausgewählte Landegebiet heisst, mit Spezialkameras gestochen scharfe Aufnahmen zur Erde senden.

Mit einer neuartigen Radartechnik soll das chinesische Mondfahrzeug überdies die Bodenbeschaffenheit viele Meter tief unter der Oberfläche erkunden.

China baut sich einen Himmelstempel

Nur 10 Jahre ist es her, seit China erstmals einen Astronauten ins All schickte. Die nun erfolgte Mondlandung, die Unterstützung der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA erhielt, zeigt, dass das Land mit Riesenschritten auf die anderen Raumfahrtnationen aufholt.

Im vergangenen Juni verbrachten drei Astronauten fast einen ganzen Monat im All, in Chinas erster kleinen Raumstation namens «Himmelstempel Eins». Ab 2015 wird es in Etappen eine grosse Raumstation namens «Himmelstempel Zwei» aufbauen.

Wenn die USA und Russland spätestens 2020 ihre in die Jahre geratene Station «ISS» aus Sicherheitsgründen ganz ausser Betrieb nehmen müssen, wird der chinesische «Himmelstempel» zumindest vorübergehend der einzige bemannte Aussenposten der Menschheit im Weltall sein.

(srf/engf)

Unterstützung aus Europa

Der «Jadehase» soll etwa zehn Meter vom Raumschiff positioniert werden. Von dort wird er als erstes ein Foto von dem Landefahrzeug machen. Die europäische Raumfahrtagentur Esa unterstützt den unbemannten Mondflug mit Kommunikation und genauen Positionsbestimmungen.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Starnberger, Therwil
    Gratulation an China. Von den meisten unbemerkt bereitet sich China auf den Abbau von Rohstoffen auf dem Mond vor. Nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht in 20 Jahren könnte es sich lohnen, Seltene Erden vom Mond zu holen. Die Chinesen sind dann eben schon da, ähnlich wie sie in den vergangenen Jahren Afrika "unterwandert" haben auf der Suche nach Rohstoffen.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bundey
    Enorme technische Fortschritte überall. Die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke, die Ehrfurcht vor der Natur auch.
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Diese Aussage unterschreibe ich Ihnen. Die Schere von technischer Machbarkeit und Lösungsansätze unser ganz irdischen Probleme, öffnet sich immer weiter. Ein Pyrrhussieg für den Gewinner von Wirtschafts- und Technologievorsprung, wenn er sich gemeinsam mit seinen Kontrahenten der eigenen Lebensgrundlage beraubt. Gerade die Technologie verschafft uns nie da gewesene Möglichkeiten, unser Raumschiff Erde als Habitat zu versauen. Wir haben aber nur diese EINE.
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  • Kommentar von kari huber, surin
    Glückwunsch Chinesen: Ihr habt noch einen weiten Weg vor euch! Schliesslich fahren seit bald 10 Jahren US-Fahrzeuge auf dem Mars herum.
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