Das war der Freitag am Eidgenössischen

Viel Sonne, ausgelassene Stimmung, eine farbenfrohe Eröffnungsfeier und die Patrouille Suisse: Das waren die Eckpunkte des Freitags am Eidgenösssischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer (FR).

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Der Superpuma über dem Festgelände (26.8.2016)

0:13 min, vom 27.8.2016

Der Superpuma fliegt in den Sonnenuntergang – ein stimmiger Abschluss eines stimmungsvollen Freitags beim «Eidgenössischen» in der Westschweiz. Was unserem Reporter sonst noch vor die Kamera und das Mikrofon gelaufen ist, finden sie weiter unten. Hier geht es zum Samstag.

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20:00 Uhr

«Man ist nicht nur Sänger, sondern auch Zuschauer»

René Wirz hat an der Eröffnungsfeier des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests im Chor «Utopie» mitgesungen. Eine spezielle Erfahrung.

Rene Wirz in der Arena. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sang zur Eröffnung: René Wirz. Matthias Haymoz/SRF

Es sei schon speziell, in dieser Arena vor geschätzen 30'000 Zuschauern zu singen, sagt René Wirz. «Wir sind uns viel kleinere Bühnen gewohnt, als Chor ist man im Normalfall in einem Saal oder in einer Kirche.»

Man sei nicht nur Teil der Eröffnungszeremonie, man sei gleichzeitig auch Zuschauer. «Man schaut, was links und rechts passiert.» Wobei er soviel nicht gesehen habe, «ich hatte die Sonne im Gesicht», schmunzelt Wirz

Zum ersten Mal überhaupt fand die Eröffnungsfeier eines «Eidgenössischen» in der Schwingarena statt. Diese war ordentlich gefüllt, geschätzte 30'000 Besucher wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

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18:00 Uhr

Sie sorgen für ein sauberes Schwing- und Älplerfest

Sabrina Stocker und Melanie Wiederkehr sind nicht zu beneiden: Sie sorgen unter brütender Hitze dafür, dass der Festplatz sauber bleibt.

Zwei Frauen tragen Kartons umher. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dank ihnen herrscht Ordnung: Melanie Wiederkehr (l.) und Sabrina Stocker. Matthias Haymoz/SRF

«Wir schauen, dass die Abfallstellen sauber sind und dass es in den WCs genügend Papier und Desinfektionsmittel hat», sagt Sabrina Stocker aus Murten. Sie und 25 weitere Mitglieder ihres Vereins sorgen dafür, dass der Festplatz dieses Wochenende sauber bleibt.

Und das in der brütenden Hitze ohne wirklichen Schatten. «Man muss viel Wasser trinken und schauen, dass der Kopf kühl bleibt», sagt Stocker. Auch seien sie ziemlich flexibel, was die Arbeitszeiten anginge; «Wenn es einigermassen aussieht, können wir auch mal eine Pause machen.»

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15:00 Uhr

«Es lebe das Eidgenössische 2016!»

Mit einem grossen Festakt am Hafen von Estavayer-le-Lac wurde das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 offiziell eröffnet.

«Es lebe das Eidgenössische 2016!», rief der Präsident des Organisations-Komitees von «Estavayer 2016», Albert Bachmann, den geladenen Gästen und den Zuschauern zu.

«Es lebe das Eidgenössische 2016!»

0:41 min, vom 26.8.2016

Er bedankte sich bei den Organisatoren des letzten Eidgenössischen in Burgdorf für die tolle Zusammenarbeit und wünschte ihnen «einen unvergesslichen Aufenthalt» in Estavayer. Eine Ehrensalve der Freiburger Grenadiere beendete die Zeremonie.

Nach einem Umzug durch die Kleinstadt Estavayer-le-Lac verschiebt sich der Tross in die Schwingerarena in Payerne, wo die Eröffnungsfeier ansteht. Die offizielle Fahnenübergabe ist am Sonntagmorgen.

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12:00 Uhr

«Die Freude geht vor»

Der Sensler Christian Fasel ist einer der «Bosseurs», der Helfer am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest. Und hofft natürlich auf erfolgreiche Südwestschweizer Schwinger.

Fünf Männer stehen vor der Arena. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Christian Fasel (Mitte) und seine Kollegen: «Wir hoffen auf einen Kranz eines Südwestschweizers!» Matthias Haymoz/SRF

Zu fünft sind sie in Estavayer (FR) unterwegs, Christian Fasel und seine Kollegen des Schwingklubs Sense. «Der Helfereinsatz gibt einerseits einen Beitrag an den Schwingklub, andererseits können wir auch die Wettkämpfe sehen», sagt Christian Fasel.

Wo genau sie im Einsatz stehen werden, weiss er noch nicht. «Vermutlich in einem Grillzelt, den genauen Einsatzort erfahren wir um 12:40 Uhr».

Und natürlich fiebern die Sensler mit den Südwestschweizer Schwingern mit, zu denen auch die Sensler gehören. «Wir hoffen, dass es diesmal für einen Kranz reicht», sagt Fasel. Ein Kranz wäre schon einer mehr, als die Südwestschweizer am letzten Eidgenössischen in Burgdorf gewannen.

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10:00 Uhr

Das lange Warten auf den Shuttlebus ans Schwingfest

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Estavayer (FR) ist eröffnet – doch noch läuft nicht alles rund. Die ersten Besucher mussten am Freitagmorgen bis zu 45 Minuten warten, bis sie ein Shuttlebus auf das Festgelände fuhr.

Viele Kinder stehen herum. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Geduld war gefragt. Matthias Haymoz/SRF

8:30 Uhr am Bahnhof Payerne, beim Parkplatz für die Shuttlebusse: «Ich habe mehr als 200 Kinder hier, die warten», beschwert sich eine Helferin am Telefon bei einem Kollegen. Offenbar funktioniert der Shuttlebus-Dienst am Freitagmorgen noch nicht reibungslos.

«Es ist halt der erste Tag, da kann schon noch das eine oder andere schiefgehen», heisst es bei der Medienstelle des Schwingfests auf Anfrage. Grössere Probleme seien aber keine bekannt – und mittlerweile würden auch alle Shuttlebusse planmässig fahren, versichert der Sprecher.

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6:00 Uhr

Alles bereit für das «Eidgenössische» im freiburgischen Estavayer

Am Wochenende stiebt das Sägemehl, wenn die 275 Teilnehmer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in die Zwilchhosen steigen und vor zahlreichen Zuschauern in Estavayer ihren König küren.

Das Schwingfest – ein Millionengeschäft

4:49 min, aus 10vor10 vom 22.8.2016

In der Romandie ist alles bereit für den «Hosenlupf» im Grossformat. Mit einem Budget von fast 30 Millionen Franken, einer Arena mit rund 50'000 Plätzen und erwarteten 250'000 Besucherinnen und Besuchern ist das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest längst zum grössten Sportereignis der Schweiz geworden.

Das «Eidgenössische», das alle drei Jahre stattfindet, ist aber nicht nur ein Sportanlass, sondern auch ein Volksfest, mit dem viele Besucher Werte wie Tradition und Heimatverbundenheit verknüpfen. Die Erfüllung dieser Erwartungen ist eine heikle Gratwanderung zwischen Kommerz, Kitsch und Tradition.

Der Boom, den der Nationalsport Schwingen seit einigen Jahren erlebt, ist unterdessen auch in der Romandie angekommen. Erstmals überhaupt ist aber auch ein «Eidgenössisches» bei der turnusgemässen Austragung in der Westschweiz ausverkauft.

(laufende Berichterstattung SRF)