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Die Cloud von Swisscom wird kostenpflichtig
Aus Espresso vom 06.10.2021.
abspielen. Laufzeit 05:02 Minuten.
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Daten in der Cloud Schluss mit gratis: MyCloud von Swisscom kostet

Bis jetzt lockte der Speicherdienst MyCloud Kunden mit attraktiven Gratis-Angeboten. Das ändert sich ab sofort.

Swisscom macht den Cloud-Speicher MyCloud für fast alle Nutzerinnen und Nutzer kostenpflichtig. Bis anhin war es ein äusserst attraktiver Cloud-Speicher: So konnte man kostenlos Fotos und Videos in unlimitierter Datenmenge speichern. Für Nutzerinnen mit einem Swisscom-Abo (z.B. inOne oder Infinity) waren auch 250 GB für Dokumente und Dateien inklusive.  

Immer mehr Kunden speichern immer mehr und grössere Dateien online. Deshalb können wir langfristig nicht kostenlos und unbegrenzt Speicher anbieten.
Autor: Annina Merk Swisscom-Sprecherin

Das ändert sich nun: MyCloud bleibt nur bis zu einer Datenmenge von 10 GB kostenlos. Für mehr Datenvolumen – egal ob Fotos, Videos oder Dokumente – muss man bezahlen. Die Preisspanne reicht von 1.90 Franken pro Monat für 100 GB Speicherplatz bis zu 9.90 Franken pro Monat für 2 TB.  

Auf Anfrage des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» begründet Swisscom-Sprecherin Annina Merk den Schritt mit geänderten Bedürfnissen: «Immer mehr Kunden speichern immer mehr und grössere Dateien online. Deshalb können wir langfristig nicht kostenlos und unbegrenzt Speicher anbieten.» 

Preise mit bekannten Anbietern vergleichbar 

Oliver Zadori vom Tarif-Vergleichsportal Dschungelkompass sagt dazu: «Grundsätzlich bewegt sich die Swisscom mit diesen Preisen in einem ähnlichen Bereich wie andere bekannte Anbieter.» Dazu gehören beispielsweise Dropbox, Google One oder iCloud. 

Die Swisscom muss sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, dass sie mit Gratisspeicherplatz auf MyCloud Kundschaft angelockt hat, welche nun plötzlich für das Angebot bezahlen muss. Annina Merk meint dazu: «Die neuen Preise betreffen nur einen kleinen Teil der Kunden, die MyCloud nutzen.» Der grösste Teil nutze bereits heute nicht mehr als 10 GB Speicherplatz, welche auch in Zukunft kostenlos seien. Zudem hätten die bestehenden Kundinnen und Kunden noch Zeit, ihren Speicher anzupassen, Daten zu löschen oder zu zügeln. Für sie gelten die neuen Preise erst ab Februar 2022. Nur für Neukunden gilt er ab sofort. 

Bei Clouds nicht Äpfel mit Birnen vergleichen 

Einen aktuellen Preisvergleich verschiedener Cloud-Anbieter hat Oliver Zadori von Dschungelkompass nicht zur Hand: «Das ist auch relativ schwierig, weil sich die Angebote doch stark unterscheiden. Man muss aufpassen, dass man hier nicht Äpfel mit Birnen vergleicht.» 

Bei der Wahl des Cloudspeichers sollte man nicht nur einfach auf den Preis schauen, sondern sich überlegen, wofür man ihn einsetzen möchte
Autor: Oliver Zadori Dschungelkompass

Die Unterschiede liegen beispielsweise darin, wie sich Daten aus der Cloud mit anderen Personen teilen lassen, ob sie zusätzlich zum Passwort mit einer 2-Faktoren-Authentifizierung geschützt werden können, wie die Daten verschlüsselt sind und in welchem Land sie gespeichert werden. Einige Anbieter bieten zur Verwaltung und Organisation der Daten spezielle Apps an, andere nicht. Teilweise ist die Nutzung der Cloud auch auf andere Angebote des Anbieters abgestimmt.   

«Bei der Wahl des Cloudspeichers sollte man nicht nur einfach auf den Preis schauen, sondern sich überlegen, wofür man ihn einsetzen möchte», rät Zadori. Je nach Nutzungszweck könne es Vor- und Nachteile geben.

Espresso, 06.10.21, 08:13 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Jörg Kaufmann  (jka)
    Ich habe nichts bei Swisscom und keine Erfahrung damit. Ich kann mir aber vorstellen, wenn man einen Glasfaser-Anschluss dort hat mag es technische Vorteile haben gleich noch den Cloud-Speicher mit zu haben. Wenn man so die Bandbreite im Down- und Upload voll nutzen kann. Wenn es so ist bietet das Qualität die man bereit wäre zu zahlen.
  • Kommentar von Domhnall Murry  (Domhnall)
    It will be a big loss for Swisscom. This was a really nice bonus and nice saving for subscribers.
    It is an inferior service to dropbox or Google One, but good enough as an alternative considering it's free.

    It's certainly not worth paying the same price as either or them and for many users this will be considered as a price increase. Swisscom will loose the customers because users are just not willing to pay anything extra.
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Ein Swisscom InOne mobile go Abo kostet Fr. 80.--/Mt. = Fr. 960.--/Jahr. Da kann man ja wohl nicht von Gratiscloud reden. Jetzt will Swisscom also auch von den treuen Abonnenten zusätzliches Geld für die Datensicherheit statt zwischen Abonnenten mit teuren Abos und Nicht-Abonennten zu unterscheiden. Man könnte wenigstens die 250 GB inklusive lassen, so dass es sich lohnt bei Swisscom zu bleiben. Aber wie gesagt; der Markt wird's richten. Swisscom pokert jetzt einmal.