Defekt auf der ISS

Eine von zwei Kühlpumpen hat sich abgeschaltet. Die Reparatur erfordert möglicherweise einen Ausseneinsatz.

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Bildlegende: Den Ausfall einer Kühlpumpe nehmen die sechs Insassen der ISS zunächst gelassen. Keystone

Eine überhitzte Kühlpumpe hat sich auf der Internationalen Raumstation ISS selbst abgeschaltet. Techniker am Boden arbeiteten an einer Lösung, die Astronauten seien nicht in Gefahr, versicherte die US-Raumfahrtbehörde Nasa. Tatsächlich hätten sich die sechs Männer an Bord – drei Russen, zwei Amerikaner und ein Japaner – auf eine normale Schlafphase vorbereitet.

Die Pumpe sorgt zusammen mit einer weiteren über einen Ammoniakkreislauf an der Aussenseite der Raumstation dafür, dass die sowohl innen wie aussen angebrachte Ausrüstung der ISS kühl bleibt. Grund der Überhitzung der Pumpe sei vermutlich ein defektes Ventil, hiess es von der Nasa. Mehrere nicht lebenswichtige Systeme seien bis auf weiteres abgeschaltet worden. Auch wenn einige Messgeräte heruntergefahren werden mussten, sei die Station nie in Gefahr gewesen.

Zu beheben ist die Panne jedoch möglicherweise nur mit einem aufwendigen Ausseneinsatz. Die Flugleitzentrale hob die ISS aus technischen Gründen auf rund 415 Kilometer Höhe an.