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Panorama Depardieu erhält russischen Pass

Kremlchef Wladimir Putin hat dem französischen Schauspieler Gérard Depardieu mit einem Ukas die russische Staatsbürgerschaft verliehen. Depardieu hatte sich zuvor über hohe Steuern für Reiche in Frankreich beschwert und seinen Wohnsitz nach Belgien verlegt.

«In Übereinstimmung mit Absatz a des Artikels 89 der Verfassung der Russischen Föderation» werde der Antrag angenommen, teilte der Kreml mit. Putin hatte Depardieu bei  am 20. Dezember als Freund bezeichnet und ihm einen russischen Pass angeboten. Nun ist dieser dem Schauspieler dank dem präsidialen Erlass verliehen worden.

Ob Depardieu die russische Staatsbürgerschaft formell beantragt hatte, blieb zunächst unklar. Der Schauspieler hatte kürzlich in Belgien ein Haus gekauft, um seinen Hauptwohnsitz ins Nachbarland zu verlegen. Er will damit der neuen französischen Reichensteuer von 75 Prozent entgehen.

Die Franzosen sind ob Depardieus Fahnenflucht derweil wenig erfreut. Angesichts der heftigen Kritik kündigte Depardieu verärgert an, die französische Staatsbürgerschaft niederzulegen. Nach dem Code Civil, dem französischen Gesetzbuch, können Bürger auf Antrag ihre französische Staatsbürgerschaft abgeben, sobald sie woanders eine andere beantragt haben.

Legende: Video «Putin verleiht Pass an Depardieu (unkomm.)» abspielen. Laufzeit 0:17 Minuten.
Vom 03.01.2013.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Knecht Rupprecht, Hinterkaifeck
    Nachdem Depardieu jetzt Russe ist, könnte diesem Bonvivant durch Putin ja auch noch das Privileg des Genusses eines mehrjährigen Aufenthaltes in einem sibirischen Arbeitslager zuteil werden! Soll dort gerade ca. - 57 Grad kalt sein. Für Schnapsnasen gibt es dort bestimmt genug Wodka zur innerlichen Erwärmung
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  • Kommentar von Serge Bovard, Vevey
    Dieser Landesverräter ist für mich gestorben. Frankreich sollte diesen "Russen" mit einem Einreiseverbot belegen.
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    1. Antwort von Knecht Rupprecht, Hinterkaifeck
      Attention please! Die Russen kommen!
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    2. Antwort von Jürg Sand, Zürich
      Schell zur Hand mit "Landesverräter" sind offenbar jene Gutbürger, die sich sonst bei jeder Gelegenheit für "Weltbürger" ausgeben. Ja, glaubt man denn im Froschteich, dass 75% Steuern einfach so hingenommen werden? Nur weiter so, und bald ist Frankreich das Armenhaus Europas. Die sozialistische "Grande Nation" kann ja dann Krieg führen mit dem Rest der Welt um die Auslieferung "ihrer" Reichen.
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  • Kommentar von A. Holenstein, Cross'n'Star
    Fehlt nur noch, dass die drei Pussies in etwa dem Gewicht Depardieus entsprechen und deshalb als Geschenk an Hollande nach Frankreich überreicht werden...
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    1. Antwort von W. Beutler, Hettenschwil
      Falls sie Pussy Riot meinen dann gute Nacht Frankreich. Depardieu hat immerhin 145 Mio. abgeliefert and Steuern, bei Pussy Riot würde sofort das Sozialamt - ergo die Steuerzahler - zur Kasse gebeten werden. Welche Personen hätte man denn nun lieber in Frankreich? Nach Monsieur Hollandes linker Auffassung bestimmt die Pussies. Fragt sich nur, woher die Sozialämter das Geld nehmen, wenn die Reichen mit ihrer Kohle ins Ausland ziehen.
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