Zum Inhalt springen

Header

Video
Ein Pop-Idol ist gegangen
Aus Tagesschau vom 26.12.2016.
abspielen
Inhalt

Zum Tod von George Michael «Der Mann hat Gefühle verkauft und war selbst depressiv»

Mit George Michael ist ein weiterer grosser Pop-Star gegangen. Musikjournalist H. Elias Fröhlich erklärt, weshalb der Brite Weltruhm erlangte.

SRF News: Wie sind Sie selber auf George Michael aufmerksam geworden?

H. Elias Fröhlich: Die achtziger Jahre waren eine spannende Aufbruchszeit. Es kamen viele neue Bands – unter anderem Wham. MTV war damals der grosse Sender, den alle sehen wollten und der die grossen Videos ausstrahlte. Und Wham war eine der ersten Bands, die richtig durchgestartet sind, weil die zwei süssen Jungs die Mädels total angemacht haben.

Was war denn das Spezielle an George Michael?

Ganz klar seine Ausstrahlung und seine Art, Songs zu schreiben. Zudem hat er Videos gemacht, die man heute fast als Kunst ansehen kann. Die grossen Fotomodells der damaligen Zeit wie Linda Evangelista oder Kate Moss haben bei ihm mitgespielt. Er war dort mehr im Hintergrund und hat den Frauen den Vortritt gelassen.

Er war ein zurückhaltender, schüchterner Mensch.
Autor: H. Elias FröhlichMusikjournalist

Wie schätzen Sie das musikalische Erbe von George Michael ein?

«Last Christmas» wird neben Bing Crosbys «White Christmas» wahrscheinlich der zweitgrösste Weihnachtssong aller Zeiten bleiben. Aber er hat auch eine Palette von unglaublich schönen Balladen hinterlassen. Es ist Musik, die Bestand haben wird, weil sie Emotionen weckt. Der Mann hat Gefühle verkauft und war selbst depressiv.

Sie haben George Michael persönlich getroffen. Was für ein Mensch war er?

Ein zurückhaltender, schüchterner Mensch. Er hat aber ein unglaublich herziges Lachen gehabt. Er war wie sein Bandkollege Andrew Ridgeley ein sympathischer Boy. Aber man hat gesehen, dass er die Leaderrolle innehatte. Wham war George Michael.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von elize naude  (elize)
    das kommt nicht selten vor bei künstler... kunst (vorallem musiek) ist ein wunderbare manier problemen zu verarbeiten... oder auch nicht...
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Dieser depressive Sänger wusste aus eigener Erfahrung, was Depressionen sind und brachte somit seine Botschaft glaubwürdig herüber. Andere (gesunde) Sänger singen einfach den Text mehr oder weniger musikalisch runter, punkt.