Dicke Luft in Singapur

Singapur, Sumatra und Malaysia haben derzeit eines gemeinsam: Es gibt nichts zu sehen. Und es stinkt. Grund sind grosse Brände auf Sumatra. Die Lage dürfte noch eine Weile kritisch bleiben.

Auf der Dachterrasse des Luxushotels Marina Bay Sands in 191 Metern Höhe ist die Sicht auf Singapur normalerweise spektakulär. Nicht so in diesen Tagen. Seit Tagen verhüllen dicke Rauchschwaden die Sicht.

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Rauchschwaden vernebeln Singapur

0:39 min, vom 20.6.2013

Strandrestaurants haben geschlossen, die Menschen laufen mit Atemschutzmasken durch die Strassen, Touristen schleppen sich mehr oder weniger lustlos durch die Stadt. Die Grenzwerte für Rauchpartikel in der Luft sind längst schon überschritten.

Einige Brände wurden gelegt

Die Rauchwolken kommen aus Westen. Genauer von der indonesischen Insel Sumatra. Mehr als 100 Brände wüten dort, einige davon vermutlich absichtlich gelegt. Von Plantagenbesitzern, die auf diese Weise illegal Land roden. Die Behörden raten älteren Menschen und Kindern, sich am besten gar nicht draussen aufzuhalten.

Auch Malaysia ist betroffen. Die Sicht von den Petronas-Towern – mit 452 Metern einst das höchste Gebäude der Welt – dürfte ähnlich inspirierend sein wie im Marina Bay Sands.