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Panorama Elektroautos müssen künftig Warntöne abgeben

Mit Elektro- und Hybridautos kommt der Tod auf leisen Sohlen – zumindest im Extremfall. Nun verpflichtet ein Gesetz in den USA die Hersteller dazu, Lautsprecher an ihren Fahrzeugen anzubringen.

Tesla 2009 in den USA.
Legende: Umweltschonend sind Elektroautos zweifellos – doch sie bergen andere Risiken. Keystone

In den USA müssen leisere Fahrzeuge wie Elektro- und Hybridautos künftig bei geringer Geschwindigkeit Warntöne abgeben. Die US-Regierung verabschiedete ein Gesetz, nach dem von September 2019 an alle betreffenden Autos ab einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde durch Geräusche Fussgänger, Velofahrer und Sehbehinderte warnen sollen.

Bei höherer Geschwindigkeit sei kein Signal nötig, da Wind und Reifen Geräusche machten, durch die die Fussgänger und Velofahrer gewarnt würden, teilte die Bundesbehörde für Strassen- und Fahrzeugsicherheit mit.

Mit Hilfe der Warntöne würden ab 2020 rund 2400 Fälle von Verletzungen im Strassenverkehr pro Jahr verhindert, schätzt die Behörde. Auf Autobauer wie Tesla, Nissan und Toyota kämen insgesamt Kosten in Höhe von 39 Millionen Dollar pro Jahr zu, teilte die Behörde mit. Sie fielen an, weil die Autos mit einem externen wasserdichten Lautsprecher ausgestattet werden müssten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Kaiser (Chriska)
    Dann müssten auch die lautlosen Velos, Elektro-Roller und -Velos mit Geräuschen umherkurven.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Schizophren diese Welt. Da werden in Industrieländern Lärmschutz-Millionen verpulvert und ist das Ziel erreicht, ist es wieder zu leise. Leider klärt uns der Artikel nicht auf, welche Art von Geräusch eingespielt werden soll. Abarth-Auspuffanlage oder Gepiepse von rückwärts fahrenden Baufahrzeugen und LKWs? Wie wär’s mit romantischem eisenbereiften Kutschen und Pferdehufgeklapper? Oder zur Weihnachtszeit das knirschende Schneegeräusch von Rentierschlitten mit Glockengebimbel? Ironie off.
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    1. Antwort von Alex Bauert (A. Bauert)
      In Davos gab es dieses Problem schon vor ca. 30 Jahren mit Elektrobussen, die von älteren Leuten nicht gehört wurden. Nach paar Unfällen wurde reagiert mit zusätzlichem Geräuschpegel. Zu den damaligen Opfern gehörte meine Grossmutter, die es zum Glück überlebt hat.
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    2. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      lokal und kulturell verschieden: in den USA kann man zwischen Schusswechsel-Geräuschen und der Nationalhymne wählen. In der EU wird zehnsprachig die entspr. Norm laut rezitiert. In Asien hat man das in Schleifen wiedergegebene Geräusch explodierender Samsung-Akkus vorgesehen. Für den Schweizer Markt wird es noch keine Lösung geben, man diskutiert noch um die religiöse Neutralität des Geräusches.
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