Es gibt nur eine Militärschoggi

Der Bund hat einen Markenstreit für sich entschieden: Die Firma Star Trade darf ihre Schokolade nicht mehr unter dem Label «Swiss Army» verkaufen. Einen Lizenzvertrag hat das Unternehmen abgelehnt. Es hatte seine Gründe.

Mehrere Packungen Militärschokolade auf einer Zeltplache mit Tarnmuster. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Süsse Freude im strengen Soldaten-Alltag: Die Militär-Schokolade. Keystone

Die Firma Star Trade darf ihre Schokolade nicht mehr mit der Aufschrift «Swiss Army» bewerben. Das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) hat sich vor dem Handelsgericht Bern erfolgreich gegen die Verwendung der Marke gewehrt.

Der Fall habe Signalwirkung im Hinblick auf weitere Verletzungen der Militärmarke des Bundes, schreibt die armasuisse in einer Mitteilung.

Star Trade will ihre Schokolade nun mit dem gleichen Design, aber unter dem Namen «Royal Army» verkaufen, wie Geschäftsführer Peter Looser sagte.

Der Namenswechsel sei ein grosser Nachteil. Denn die Marke «Swiss Army» sei weltbekannt. Letztes Jahr habe man gut 250'000 Schokoladen verkauft, unter anderem an die Armee in Estland.

Mit einem Lizenzvertrag hätte die Firma das Label weiterverwenden können. Dies sei aber keine Option gewesen. Die Lizenz sei zu teuer, die Margen auf Schokolade zu klein.

Die armasuisse hat unlängst mit mehreren Schweizer Firmen Lizenzverträge abgeschlossen.