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Marius Bears letzte Proben vor dem ESC-Halbfinale
Aus Gesichter & Geschichten vom 08.05.2022.
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«Eurovision Song Contest» Zitterpartie für die Schweiz, Sympathiepunkte für die Ukraine

Bei den vergangenen zwei ESC-Ausgaben haben die Schweizer Kandidaten brilliert. Entsprechend gross sind die Erwartungen an den diesjährigen Sänger Marius Bear. Gross ist aber auch dessen Konkurrenz.

Die gute Nachricht vorweg: Die ESC-Wettbüros sehen die Schweiz im Final. Die schlechte: Es wird knapp. Denn nur zehn Länder können sich im ersten Halbfinal am Dienstag qualifizieren. Und die Wettbüros sagen dem Schweizer Kandidaten derzeit den 9. Platz im Halbfinal voraus.

Bisher sind das nur Prognosen. Aber: «Wettquoten sind ein guter Gradmesser», sagt Tom Glanzmann, Präsident des Eurovision Club Switzerland und Mitbegründer des ESC-Blogs «douzepoints.ch». In den vergangenen Jahren hätten sich diese Vorhersagen oft bewahrheitet oder zumindest deutlich die Tendenz angezeigt. Und auch in Online-Umfragen befindet sich Bears Song «Boys Do Cry» laut Glanzmann auf den hinteren Plätzen.

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Marius Bear macht sich auf die Reise
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Trotzdem zeigt Glanzmann sich optimistisch: «Für den Finaleinzug der Schweiz spricht vieles: einerseits die Stimme und die Inszenierung. Aber auch der Umstand, dass die drei Songs vor der Schweiz und der Song danach – diplomatisch gesagt – eher weniger überzeugend sind.»

Buchmacher sehen Ukraine als Siegerin

Geht es nach den Buchmachern, gibt es am diesjährigen Gesangswettbewerb einen klaren Favorit: die Ukraine. Rapper Oleh Psjuk tritt mit dem Lied «Stefania» an. «Es gibt eine grosse Solidarität, und ich kenne niemanden, der einen Sieg der Ukraine nicht als tolles Zeichen für eine friedliche Welt begrüssen würde», schätzt Tom Glanzmann die Stimmung in der ESC-Community ein.

Porträtfoto eines lachenden Mannes.
Legende: Tom Glanzmann Präsident des Eurovision Club Switzerland und Mitbegründer des ESC-Blogs «douzepoints.ch» zVg

Trotz voraussichtlich vieler Sympathiepunkte ist ein Sieg der Ukraine noch keine gesicherte Sache. Denn es braucht nicht nur die Stimmen des Publikums – die Hälfte bestimmt eine Fachjury. Und diese dürfte vor allem die Songs losgelöst von politischen Emotionen bewerten. Und die Ukraine ist nicht überall Favorit: «Alle grossen Umfragen unter den Fans liefern ein ähnliches Ergebnis: Rang 11 und 12 für die Ukraine.»

Italien und Schweden unter den Topfavoriten

Auf den vorderen Plätzen werden auch Schweden und Italien gehandelt. Italien hat den ESC bereits letztes Jahr gewonnen, weshalb der Gesangswettbewerb dieses Jahr in Turin ausgetragen wird. Italien war mit seinen Künstler:innen in der jüngsten ESC-Vergangenheit immer wieder ganz vorne mit dabei. Aber auch Schweden zählt fast jedes Jahr zu den Topfavoriten. «Der Vorentscheid in San Remo wird in ganz Italien verfolgt. Deshalb hat der ESC einen hohen Stellenwert im Land. Das ist in Schweden ähnlich», erklärt ESC-Experte Tom Glanzmann. Diese Tatsache ziehe automatisch brillante Musiker:innen und erfahrene Songwriter:innen an.

Gute Chancen auf eine gute Platzierung haben laut Glanzmann dieses Jahr auch Spanien, die Niederlande, England und Frankreich. Sie gehören nebst Italien zu den sogenannten «Big Five». Es sind die fünf Länder, welche direkt im Final stehen, da diese Länder am meisten in den Topf der «European Broadcast Union» beisteuern und für hohe Zuschauerzahlen sorgen.

Kommt es zum «Wurst-Effekt»?

Wer abfällt und wer oben ausschwingt, zeigt sich je länger, desto deutlicher. Trotzdem bleibt es spannend. Denn der ESC hält immer wieder Überraschungen bereit. So hatten 2014 die Wettbüros Conchita Wurst erst nicht auf dem Radar. Bei den Proben wurden die Buchmacher dann auf sie aufmerksam. Und schliesslich holte sie den «Eurovision Song Contest» nach Österreich.

G&G Weekend, 08.05.2022, 18:50 Uhr

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