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Panorama Fast 200 Festnahmen nach Biker-Schiesserei in Texas

Der schwelende Streit zwischen mehreren Rockergangs ist eskaliert: Bei einer Schiesserei auf einem Parkplatz wurden neun Menschen getötet, 18 verletzt. Die Polizei hat mittlerweile 192 Personen festgenommen.

Seit Wochen gab es Spannungen zwischen den verschiedenen Rockergangs in der texanischen Stadt Waco. Am Sonntag ist die schwelende Rivalität in Gewalt umgeschlagen. Neun Personen bezahlten die Eskalation mit ihrem Leben, 18 weitere wurden verletzt. Mittlerweile haben die Sicherheitskräfte 192 Personen, die mit der Schiesserei in Zusammenhang stehen dingfest gemacht. Der Vorwurf lautet auf organisierte Kriminalität, wie die Polizei in Waco mitteilte.

Restaurant als Ort des Geschehens

Mitglieder der rivalisierenden Gangs seien im Toilettenraum eines Restaurants in Streit geraten, berichten lokale Medien. Eskaliert seien die Kämpfe dann auf dem Parkplatz des Gastronomiebetriebs. Angefangen habe es mit Faustkämpfen, dann seien Ketten, Knüppel, Messer und schliesslich Schusswaffen eingesetzt worden. Insgesamt seien mindesten fünf verschiedene Gangs beteiligt gewesen.

Video
Rockerkrieg in Waco
Aus Tagesschau vom 18.05.2015.
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Die Rocker hätten den Parkplatz in eine Schiessbahn verwandelt. Mitglieder der Gruppen hätten aufeinander gefeuert, und auch herbeigeeilte Polizisten hätten geschossen, wurde ein Beamter zitiert. Das Geschehen sei absolut chaotisch gewesen. Danach habe die Polizei auf dem Parkplatz mehr als 100 Waffen sichergestellt. Unklar ist nach wie vor, was der unmittelbare Auslöser der Auseinandersetzung war.

Über 100 Waffen sichergestellt

Ein Augenzeuge gab an, er sei mit seiner Familie nach dem Mittagessen in einem gegenüberliegenden Restaurant auf dem Weg zu seinem geparkten Auto gewesen, als er Schüsse gehört habe. Verletzte seien vom Parkplatz getragen worden. Sie selbst hätten vor ihrem Wagen am Boden gekauert, «das war der einzige Schutz, den wir hatten».

Die Polizei forderte die Bewohner der Stadt via Facebook auf, das Einkaufszentrum und seine Umgebung zu meiden. «Wir riegeln den gesamten Central Texas Marketplace ab, wenn Sie dort sind, verlassen sie ihn sofort», hiess es in dem Aufruf. «Aus Sicherheitsgründen wiederholen wir: Kommen Sie nicht in dieses Gebiet.» Die Behörden ordneten auch eine Schliessung des Restaurants für mindestens sieben Tage an. Vom Ort gehe weiter eine Gefahr aus, hiess es.

«Nicht die Zeit für Besichtigungen»

Die Polizei nehme weiterhin Verdächtige fest, die mit Waffen dorthin kämen. «Das ist nicht die Zeit für Besichtigungen, denn wir haben es mit sehr gefährlichen Individuen zu tun», warnte die Polizei.

Den lokalen Medienberichten zufolge war die Polizei wegen der Spannungen zwischen den Rockergruppen seit Wochen alarmiert – besonders donnerstags, wenn es jeweils sogenannte «Biker Nights» in dem Restaurant gibt.

Die Stadt Waco

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Waco liegt im Zentrum von Texas und hat rund 129'000 Einwohner. Die Stadt war 1993 durch die Auseinandersetzung des FBI mit schwer bewaffneten Mitgliedern der Sekte Branch Davidians in die Schlagzeilen geraten. Nach einer siebenwöchigen Belagerung der Sekte setzten sie ihr Gebäude in Brand. Mehr als 70 Menschen, darunter Kinder, starben.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher , Frauenfeld
    Cool bleiben! Im Gegensatz zur Wirtschaft ist der Verteilungskampf der Rocker einfach zu durchschauen. Werden Ringe zerschlagen, suchen die Mitglieder neue Möglichkeiten, bzw. Ventile. Die Gesellschaft kann froh sein, dass Menschen mit soviel krimineller Energie nicht auf die Idee kommen Jura oder BWL zu studieren.
    1. Antwort von Hanspeter Schwarb , Eiken
      Wenn man so hört in welche Schweinereien die Banken verstrickt sind , habe ich nicht den Eindruck es gäbe keine BWL ler ohne kriminelle Energie.
  • Kommentar von Kobol Gruzli , Maramuresh Rumänien
    Lang lebe David Koresh! Unglaublich, dass man solche Rocker frei herumlaufen lässt.
  • Kommentar von Richard Kolin , Steinhausen
    "Bundesland Texas"? Es gibt das Bundesland Bayern oder das Bundesland Nordrhein-Westfalen aber in den USA sind es Bundesstaaten.
    1. Antwort von (SRF)
      Besten Dank für den Hinweis. Wir haben den Fehler umgehend korrigiert. Freundliche Grüsse die Redaktion