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Panorama Festival gestoppt: Unwetter rocken am Ring

Noch ein Konzert am Samstagabend, dann war Schluss: Wegen weiterer Unwetterwarnungen haben die Verantwortlichen das Musik-Festival «Rock am Ring» vorzeitig beendet. Bei einem Gewitter am Freitag hatte es nach Blitzeinschlägen bereits mehr als 80 Verletzte gegeben.

Luftaufnahme des Festival-Geländes
Legende: Neue Unwetterwarnungen liessen den Veranstaltern keine Wahl: Das Festival musste abgebrochen werden. Keystone

Der Mammut-Event «Rock am Ring» hat von Beginn an unter schlechten Vorzeichen gestanden: Am Freitagabend waren mehr als 80 Menschen bei einem Blitzeinschlag auf dem Gelände verletzt worden. Daraufhin beschlossen die Veranstalter nach einem Krisengespräch mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz, das Festival wegen weiterer Unwetterwarnungen lediglich zu unterbrechen.

Gelände bis Sonntagmittag verlassen

Doch nun zogen die Behörden die Notbremse: Die zuständige Gemeinde Mendig entzog wegen neuer Wetterrisiken die Genehmigung für die Fortsetzung der Veranstaltung mit rund 90'000 Besuchern, wie eine Sprecherin des Veranstalters am frühen Sonntagmorgen mitteilte.

Vorzeitiges Festival-Ende

Die Besucher des Festivals in der Eifel wurden um Verständnis gebeten und aufgefordert, das Gelände auf dem Flugplatz Mendig bis Sonntagmittag zu verlassen.

Immer neue Unwetterwarnungen

Am Samstagabend hatte es nach zwischenzeitlicher Unterbrechung noch einmal ein Konzert auf zwei Bühnen gegeben. Dabei jubelten Zehntausende von Rockfans der kalifornischen Band Red Hot Chili Peppers zu. Die Musiker konnten ihre Hits wie «Dani California» und «The Getaway» spielen.

Zwei Stunden nach Mitternacht trat auch noch die Berliner Rockband The BossHoss auf, vor Tausenden Menschen auf dem völlig verschlammten Gelände. Zuvor war das Festival wegen Unwetterwarnungen für sieben Stunden unterbrochen worden.

Wir müssen alles dafür tun, dass keine neuen Verletzten hinzukommen
Autor: Roger LewentzInnenminister des Bundeslandes Rheinland-Pfalz

Das Zwillingsfestival «Rock im Park» in Nürnberg mit zeitversetztem Programm besuchten ebenfalls Zehntausende. Auch dort gab es am Samstag starken Regen.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Hänger (basilea@gmx.de)
    Hallo Herr Blatter - es gibt x Wetterdienste im Internet und fast alle zeigen unterschiedliche Prognosen an. Bei allem Verständnis ist es für mich klar, dass hier die Behörden beratend zur Seite stehen müssen. Schliesslich geht s bei diesen Massen an Besuchern um Menschenleben und falls es zu Zwischenfällen kommt steht er Veranstalter am Pranger. Wenn s Empfehlungen der Behörden gab abzubrechen und er macht weiter ist er quasi schon im Knast.
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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Auch wenn der Abbruch aus der Absicht entstand, Menschenleben zu schützen: Ich persönlich würde den Schutz der Entscheidungsfreiheit und Mündigkeit des Einzelnen höher einstufen. Ist so! Klar: Sowohl die auftretenden Bands wie auch die Zuschauerinnen und Zuschauer müssen umfassend über die Gefahren informiert und gewarnt werden. Vielleicht kommt's dann trotzdem zum Abbruch, falls die Mehrheit der Bands das Risiko nicht auf sich nehmen will - aber die Behörden sollten sich m.E. nicht einmischen.
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