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Nummernübertragung leicht gemacht – oder vielleicht zu leicht?
Aus Espresso vom 05.05.2021.
abspielen. Laufzeit 03:28 Minuten.
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Geschäfts-Handy der Swisscom Nummernübertragung leicht gemacht – oder vielleicht zu leicht?

Dass sein Mitarbeiter die Geschäftsnummer ohne sein Wissen auf sich übertragen lassen konnte, irritiert den Chef.

Es war eine Mail des Mobilfunkanbieters Swisscom, die den Firmenchef eines KMU irritierte. Dort drin hiess es: « Herr XY (Name der Redaktion bekannt) hat uns den Auftrag erteilt, Ihren Vertrag für die Rufnummer 079 *****81 per 04.05. 2021 zu übertragen. Ab diesem Zeitpunkt wird Ihr Vertrag zu dieser Rufnummer aufgelöst und dem neuen Inhaber übertragen.» Und weiter hiess es auch noch, falls er nicht einverstanden sei, solle er sich innerhalb von sieben Tagen melden.

Bewährte Praxis

Der Chef des KMU zweifelt daran, ob dieses Vorgehen tatsächlich konform ist. «Was, wenn ich das Mail zu spät sehe? Oder wenn es im Spam-Ordner landet?» Dass ohne die Einwilligung des Inhabers einfach so eine Rufnummer übernommen werden kann, scheint ihm ungeheuerlich. «Doch», erklärt Swisscom-Sprecherin Annina Merk. «Wenn ein Mitarbeiter die Nummer eines Arbeitgebers übernehmen will, muss er mit seiner Unterschrift bestätigen, dass der Chef einverstanden ist.» Hier zeigt sich: Im konkreten Fall, der dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» vorliegt, ist dies so nicht geschehen. Der Mitarbeiter hatte laut Chef keine Genehmigung, dies zu tun.

Arbeitgeber wird anschliessend informiert

Sollte der Arbeitgeber nicht einverstanden sein, hat er laut Swisscom sieben Tage Zeit, zu intervenieren. Und auch wenn die Frist bereits vorbei sei: Auch später könnte der Vorgang noch rückgängig gemacht werden, verspricht Sprecherin Merk. Und sie erklärt: «In der Vergangenheit war es jeweils schwierig, alle Unterschriften der betroffenen Personen zu erhalten, deshalb haben wir den Prozess angepasst und dieser bewährt sich.» Es gebe eigentlich keine Reklamationen diesbezüglich.

Anders übrigens macht es der Konkurrenz-Konzern Sunrise. Bei der Übernahme einer Rufnummer des Arbeitgebers müssen beide, der Mitarbeitende und die Chefin, schriftlich ihr Einverständnis geben.

Espresso, 05.05.21, 08:13 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Pio Ming  (Pio1)
    Leider ist die Aussage von Swisscom, dass bei Privaten Nummern der gezeigte Prozess anders sei aus meiner Sicht falsch!!
    Meiner Frau wurde im Swisscomshop geraten ihre Mobil Nr. zu übernehmen,
    Ich habe keine Unterschrift geleistet und trotzdem wurde das Natel übertragen und der in One Mobil go Discount gestoppt (Fr20/monat). Ich wurde 7 Tage danach in einem EMail informiert, was ich leider übersehen habe (krankeitshalber).
    Was ist hier nun anders als im Bereich der Business Mobil Nr. ???
  • Kommentar von Arnold Hunziker  (Chuchem)
    Bei Sunrise ist es noch viel schlimmer: wenn jemand eine Sunrise prepaid Simkarte findet, stiehlt oder von jemandem abkauft, kann er Online die Daten des vorherigen Inhabers leicht einsehen und dann kostenlos im Shop umschreiben lassen - inkl. allen anderen Nummern die demselben Inhaber gehörten. Danach hat der alte Inhaber jeglichen Zugriff auf die Simkarte (n) verloren.
    1. Antwort von Fabian Büeler  (MagicOne)
      Bei Prepaid ist es eine Registrierung auf die einzelne SIM, die Identifikation im Shop erfolgt mit dem PUK und einen Ausweis. Ohne Ausweis erfolgt keinen Halterwechsel. Online ist das nicht möglich.
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    An einer Rufnummer hängt heute viel. Bietet das Geschäft dem Mitarbeiter an, die Nummer auch privat zu nutzen, so muss diese nach Austritt aus der Firma auch übernommen werden dürfen. Alles andere würde ich als Arbeitnehmer nicht akzeptieren.