Gorilla-Baby kommt per Kaiserschnitt zur Welt

Kaiserschnitte bei Tieren sind rar. Im Zoo von San Diego ist ein Gorillababy jetzt aber genau so zur Welt gekommen. Das zwei Kilo leichte Äffchen muss nun auf der Intensivstation des Tierspitals zu Kräften kommen.

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Der Gorilla wird jetzt aufgepäppelt (unkommentiert)

1:01 min, vom 14.3.2014
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Kaiserschnitt im Zoo Zürich

Auch im Zoo Zürich sind schon Kaiserschnitte bei Affen durchgeführt worden. Bei einem Kapuzineraffen etwa, sagt Zoo-Kurator Robert Zingg. Diese neigen zu übergrossen Babys. Bei den Kaiserschnitten gehe es in erster Linie darum, die Mutter zu retten. Im Fall des Kapuzineräffchens war der Nachwuchs bei der Geburt bereits tot.

Das kleine Affenweibchen war im US-Zoo in San Diego per Kaiserschnitt geholt worden. Seine 18-jährige Mama Imani geriet während der Geburt in grosse Not – das Leben des Babyäffchens schien in Gefahr.

Bei der Operation waren Tierärzte aus dem Zoo zugegen, aber auch Gynäkologen aus dem San Diego Medical Center. Das Äffchen wurde nach der Kaiserschnittgeburt auf die Intensivstation des Tierspitals gebracht – dort erhält es jetzt Flüssigkeit und Sauerstoff. Mama Imani darf sich im Schlafbereich der Gorillas erholen.

«Im Nachhinein war der Kaiserschnitt die richtige Entscheidung», sagt die stellvertretende Direktorin der Veterinärdienste des Zoos, Nadine Lamberski. Der Zoo beherbergt nun acht Grorillas, die Geburt des kleinen Äffchens war die 17. Gorilla-Geburt in San Diego.