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Tier des Jahres Grosse Ehre für grosse Röhre

Legende: Video Rothirsch im Schweizerischen Nationalpark abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
Aus News-Clip vom 03.01.2017.
  • Laut Pro Natura leben heute rund 35'000 Rothirsche in der Schweiz.
  • Rothirsche wandern oft weite Strecken zwischen ihrem Tages- und Nachtquartier, ebenso zwischen dem Sommer- und Winterlebensraum.
  • Mit der Wahl will Pro Natura auf die Wanderbedürfnisse von Wildtieren aufmerksam machen, die diese immer schwerer befriedigen können.

Mit dem Rothirsch wähle Pro Natura einen «wilden Pendler» zum Tier des Jahres 2017, schreibt die Naturschutzorganisation. Der «König der Wälder» wandert viel. Die stark zerschnittene Landschaft der Schweiz stelle für ihn aber ein immer grösseres Problem dar.

Pro Natura mache sich mit der Wahl des Rothirschs für die nötige Überbrückung von menschgemachten Hindernissen stark. Davon könnten letztlich alle Wildtiere profitieren.

Auffälligste Erkennungsmerkmale der Tiere sind das imposante Geweih und das ohrenbetäubende Röhren zur Brunftzeit: Das Geweih wird jedes Jahr zwischen Frühling und Sommer grösser. Dabei produzieren die Rothirsche laut Pro Natura täglich bis zu 150 Gramm Knochenmasse.

Und ein paarungswilliger Hirsch röhrt bis zu 500 Mal pro Stunde in den Wald hinaus.

Winter heisst oft Stress

Um im Winter Energie zu sparen, fallen Rothirsche für einige Stunden am Tag in eine Kältestarre. Sie drosseln die Durchblutung des äusseren Rumpfes und der Beine. Werden sie gestört, müssen die Tiere innert Sekundenbruchteilen den Kreislauf mit enormem Energieaufwand wieder hochfahren. Umso wichtiger seien deshalb die geschützten Wildruhezonen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Wunderbares und beeindruckendes Tier. Vor ca. 150 Jahren war er ganz ausgerottet in der Schweiz, jetzt haben wir wieder einige. Die stark zerschnittene Landschaft der Schweiz ist für den Hirsch und viele andere Wildtiere ein immer grösseres Problem. Wir rauben ihnen den Lebensraum und zerstören soviel Landschaft für unsere nicht abreissende Bauerei und Zersiedelung der Schweiz. Was wäre unsere Natur ohne unsere Wildtiere? Sehr arm.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Ich bin eine leidenschaftliche Natur- und Tierschützerin und -liebhaberin. Deshalb bin ich nicht der grünen Partei mit ihrer unglaubwürdigen, einwanderungstolerierenden Politik, sondern der SVP, deren politisches Gedankengut in Sachen Einwanderung letztendlich der Natur und den Tieren dient, beigetreten.
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