Gute Nachrichten für die Pandas

Sie zählen zu den am stärksten bedrohten Tierarten: die Grossen Pandas. Seit den 1970er-Jahren hat China Massnahmen ergriffen, um die Population zu retten. Das hat sich offenbar ausgezahlt.

Ein Panda-Weibchen mit Nachwuchs im Bambuswald. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: China setzt sich mit Zuchtprogrammen für den Erhalt der Grossen Pandas ein. WWF China/Yong Yange

Den vom Aussterben bedrohten Grossen Pandas in China geht es besser. Die Population der in freier Wildbahn lebenden Tiere ist in den vergangenen rund zehn Jahren um 268 auf 1864 Pandabären gestiegen, wie das chinesische Forstamt mitteilte. Im Vergleich zur vorigen Zählung der Tiere bis Ende 2003 ist ihre Zahl damit um rund 17 Prozent gewachsen.

«Das ist ein wichtiger Erfolg», sagte Chen Fengxue, Chef der Forstbehörde. Ein Grund für die Entwicklung liege in den 27 neuen Schutzgebieten, die für die Tiere eingerichtet worden seien. Insgesamt gibt es in China damit 67 Reservate für die Grossen Pandas.

Die Artenschutzorganisation WWF, die den Panda in ihrem Logo trägt, begrüsste die Nachricht aus China. «Das Überleben der Pandabären ist in China zu einer Herzensangelegenheit geworden und wird als nationale Aufgabe begriffen», sagte Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland.

Ein Panda hängt faul auf einem Ast herum. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Strassen, Staudämme, Siedlungen verdrängen den Grossen Panda immer mehr. Reuters

223 Pandas akut bedroht

Aber nicht alle Tiere leben in den Schutzgebieten. Die meisten wilden Pandabären leben in den Wäldern und Bergen von Chinas südwestlicher Provinz Sichuan. Sie haben sich auf ein Areal von rund 2,6 Millionen Hektar ausgedehnt. Aber in mehr als einem Viertel des Gebietes sind sie noch grossen Gefahren ausgesetzt: Strassen und Schienen zerschneiden die Gebiete, Wälder werden abgeholzt, Flüsse gestaut und Städte breiten sich aus. Laut der Forstbehörde sind 223 Grosse Pandabären akut bedroht.

China hat den Schutz der Pandabären zu einem nationalen Anliegen erklärt. Seit den 1970er-Jahren wurden Aufzuchtstationen eingerichtet. Mittlerweile leben mehr als 200 Tiere in den Zuchtstationen. Ende 2014 waren mehrere Pandabären bei einem Ausbruch des Staupe-Virus in einer Zuchtanlage in Sichuan gestorben. Die Seuche gilt mittlerweile als eingedämmt.

Pandas gehören zu den wichtigsten Symboltieren in China. Neben Drachen benutzen chinesische Behörden und Firmen immer wieder Pandas als Wappentiere. Während der Olympischen Spiele 2008 in China wählten die Organisatoren fünf Pandas als Maskottchen aus.