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Das Leben hat Bashar wieder
Aus 10 vor 10 vom 26.01.2015.
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Panorama Happy End für Bashar, den syrischen Flüchtlingsjungen

«10vor10» hat den Flüchtlingsjungen Bashar in Syrien begleitet. Ihm musste nach einer Verletzung durch eine Fliegerbombe der linke Unterschenkel amputiert werden. Nun erhält der Bub dank Schweizer Hilfe eine Prothese.

Bashar ist ein Flüchtlingskind aus Syrien. Nach dem Einschlag einer Fliegerbombe hat er sein linkes Bein verloren. SRF-Nahostkorrespondent Pascal Weber hat Bashar nach dem Unfall immer wieder begleitet.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, dass Bashar dank Spenden, unter anderen auch von Schweizer «10vor10»-Zuschauern, eine Prothese angesetzt bekommt.

Die Familie von Bashar ist nach ihrer Flucht im Flüchtlingslager Shatila in Beirut untergekommen. Sein Onkel trägt Bashar aus der engen Wohnung: «Endlich geht es wieder ins Spital», sagt er. Bis anhin drehte sich Bashars Leben nur um eines: Er will wieder gehen lernen.

14 Millionen Menschen auf der Flucht

Bashar war schon einmal in der Rehabilitations-Klinik. Doch ein komplizierter Bruch in seinem an sich «gesunden» Bein zwang ihn zu einer weiteren Operation. Weil die Familie kein Geld für diese Operation hatte, musste Bashar die Klinik von einem Moment auf den anderen wieder verlassen.

Unter anderem dank Hilfe aus der Schweiz brachte Bashar jetzt das Geld zusammen und darf zurück in die Klinik. Hier soll er jetzt nach der erfolgreichen Operation endlich wieder laufen lernen.

Fast 14 Millionen Menschen aus Syrien und dem Irak sind auf der Flucht – die meisten von ihnen sind Kinder. «Die meisten dieser Kinder haben den Krieg direkt erlebt. Sie haben Bomben fallen gesehen, Schiessereien erlebt. Viele Kinder haben einen Elternteil verloren», erklärt Minou Hexboor von der gemeinnützigen Organisation «War Child». Es drohe eine «verlorene Generation». Das Hilfswerk versucht den Kindern wieder etwas Halt im Leben zu geben.

Die ersten Schritte seit zwei Jahren

«Ganze Gesellschaften wurden entwurzelt. Millionen sind innerhalb und ausserhalb Syriens und Iraks auf der Flucht», sagt Hexboor weiter. Aber genau diese Leute und vor allem genau diese Kinder müssten irgendwann diese Länder wieder aufbauen. «Das ist eine enorme Herausforderung», betont Hexboor.

Für Bashar ist inzwischen der Moment gekommen, wo er seine ersten Schritte machen soll – die ersten seit zwei Jahren. Das Härteste sei, dass er etwas tue, was er seit zwei Jahren nicht mehr gemacht habe, meint Bashar. «Die Ärzte müssen mir erst wieder beibringen, zu gehen.»

Pascal Weber

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Pascal Weber in Kairo

Seit 1999 arbeitet Weber für SRF. Als Redaktor und Produzent war er zunächst in der Sportredaktion tätig, danach bei «10vor10». Seit September 2010 ist er Korrespondent im Nahen Osten. Folgen Sie ihm auf Twitter.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Flückiger , 4500 Solothurn
    Danke Herr Klausner, das erklärt doch einiges...
  • Kommentar von James Klausner , Interlaken
    Die Hilfe, die Bashar erhalten hat in allen Ehren, dass es in der Schweiz grosszügige Menschen gibt, die die humanitären Idee hoch halten finde ich sehr bemerkenswert, es gibt Hoffnung darauf, dass die Hasser und Nörgler vielleicht doch eine Minderheit sind. Ob allerdings der Titel "Happy End" beim Verlust eines Beines passt, ist eine andere Frage.
  • Kommentar von Hanspeter Flückiger , 4500 Solothurn
    es ist dem jungen Burschen zu gönnen, dass er wieder gehen kann. Aber habe ich es im Beitrag richtig verstanden: Bashar ist in Tripolis operiert worden? Das wäre interessant zu wissen, wie das ggf. gegangen ist.
    1. Antwort von James Klausner , Interlaken
      @H.Flückiger: Ein Blick in den Atlas hilft weiter. Es gibt ein Tripoli im Libanon, eins in Libyen, eins in Griechenland und noch einige weitere. Je nach Sprache auch mit -s geschrieben. Wählen Sie aus .