«Ich habe halluziniert»

Gehörlose hatten empört auf die falschen Übersetzungen eines Gebärdendolmetschers bei der Trauerfeier für Nelson Mandela reagiert. Jetzt hat der Mann Gründe für seine Aussetzer genannt.

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Bildlegende: Die Medien haben den Gebärdendolmetscher bei sich zu Hause aufgespürt. Keystone

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Der Dolmetscher sagte, er habe während der Trauerfeier halluziniert und Stimmen gehört. Er leide unter Schizophrenie und nehme Medikamente gegen die Krankheit, begründete er gegenüber der südafrikanischen Zeitung «Star» seinen missglückten Auftritt.

Der von der südafrikanischen Regierung angeheuerte Mann habe immer die gleichen vier oder fünf Gebärden wiederholt, nicht die bekannten Zeichen für Mandela verwendet und keine Körpersprache genutzt, kritisierten Gehörlose. «Ich konnte nichts tun. Ich versuchte, mich zu kontrollieren und der Welt nicht zu zeigen, was los war», sagte der Mann der Zeitung.

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Kurioses am Rande der Trauerfeier

1:44 min, aus Tagesschau vom 11.12.2013