«J.J., was ist das Besondere an Eurem Hotel?»

20 Jahre Bürgerkrieg haben die einst bei Touristen beliebte somalische Hauptstadt Mogadischu zu einer der gefährlichsten Städte der Welt gemacht. Wer dort übernachten muss, wählt seine Unterkunft mit Bedacht. Als sicher gilt das «Airport Camp». Wir haben den Hotelmanager zu seinem Haus befragt.

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J.J.

J.J. und Bertil

SRF/Patrik Wülser

Der Südafrikaner J.J. (l.) führt das «Airport Camp» in Mogadischu gemeinsam mit seinem Landsmann Bertil. In dieser Gegend gibt man am liebsten so wenig wie möglich von sich preis und operiert mit Initialen oder Decknamen.

SRF News: Was ist das Besondere an Eurem Hotel?

J.J.: Wir sind das sicherste Hotel von Mogadischu.

Wer sind Eure Gäste?

Wir haben Gäste aus der ganzen Welt. Es sind vor allem männliche, kräftige Männer. Viele mit militärischem Hintergrund.

Wieviel kostet das teuerste Zimmer?

200 US-Dollar kostet der VIP-Container pro Nacht. Der Container ist mit einer doppelten Reihe von Sandsäcken vor Beschuss geschützt.

Welche Begegnung wirst Du nie mehr vergessen?

Jene mit dem Flugzeug voller Munition, das vor einigen Wochen 150 Meter vor unserem Eingang abgestürzt und explodiert ist.

Was ist das Schöne an Deinem Beruf?

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«Check-in»

Restazrabt mit Kirchenfenstern.

Etienne van Sloun

Entdecken Sie mit den Reportagen der SRF-Auslandkorrespondenten aussergewöhnliche, kuriose, denkwürdige und geschichtsträchtige Hotels. Zu hören in der «Rendez-vous»-Serie «Check-in».

Kein Tag verläuft wie der andere. Abends unter dem Akazienbaum ein kühles Bier zu trinken.

Wo machst Du Ferien?

Alle drei Monate für drei Wochen in Südafrika, wo meine Familie lebt.

Die Fragen stellte Patrik Wülser.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel