Juli 2013: Sonnig, 3 Grad zu warm

Auf Regen folgt Sonnenschein: War es seit Jahresbeginn in der ganzen Schweiz trüb und nass, hat der Juli nun mit viel Sonne das Jahresdefizit verbessert. Ende Juli war es sogar so heiss, wie seit dem Hitzesommer vor 10 Jahren nicht mehr.

Die Sonne scheint durch ein Sonnenblumenfeld hindurch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Juli 2013 entschädigt für den nassen Frühling. Keystone

Neun Monate lang dominierten Tiefdruckgebiete das Wetter in der Schweiz, wie SRF Meteo berichtet. Nun aber die Wende: Im Juli lag die Schweiz meist unter dem Einfluss von Hochdruckgebieten. Seit Monatsbeginn war es überdurchschnittlich sonnig.

Überraschend dabei: Vor allem die Nordostschweiz profitierte von überdurchschnittlich viel Sonnenschein. Am Bodensee wurden 300 Sonnenstunden gemessen, das sind doppelt so viele wie üblich. In weiten Teilen der Romandie und im Tessin gab es ebenfalls rund 20 Prozent mehr Sonne als im Durchschnitt.

Temperaturen über dem langjährigen Mittel

Im Juli war es rund 2,5 bis 3 Grad wärmer als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Dennoch war der Juli 2013 nicht absolute Spitze. Im Vergleich zum Juli 2006 oder 1983 fehlten im Norden nochmals rund 2,5 Grad zum Rekord. Am Samstag, den 27. Juli erlebte die Schweiz den heissesten Tag seit rund 10 Jahren. Der Höchstwert wurde in Basel mit 37,3 Grad gemessen. Zum Vergleich: Im Hitzesommer 2003 war am 13. August in Basel ein Wert von 38,6 Grad gemessen worden. Der Rekord in Sachen Hitze stammt ebenfalls aus dem Jahr 2003. In Grono (GR) wurden damals 41,5 Grad registriert.

Statistisch gesehen ist der heisse Juli keine Überraschung: Der Jahrhundert-Juli folgte ebenfalls auf einen kalten Winter und einen trüben Frühling. Auch 1983 war die erste Jahreshälfte unter dem Einfluss eines Tiefdruckgebiets und danach wurde es sehr heiss. In den kommenden Tagen wird es nach aktueller Wettervorhersage wieder heiss, wie SRF Meteo weiter prognostiziert. Es wird ab August mit Temperaturen von über 30 Grad gerechnet.