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Panorama Kein Finderlohn für Goldschatz-Taucher

Vor der israelischen Mittelmeerküste haben Hobbytaucher einen millionenschweren Goldschatz gefunden. Vom Sensationsfund erhalten die ehrlichen Finder aber keinen Groschen.

Zwei Hände halten Goldmünzen, weitere Münzen liegen im Sand.
Legende: Der Goldschatz von Caesarea. Keystone

Hobbytaucher haben vor dem israelischen Küstenort Caesarea einen Goldschatz entdeckt. 2000 Münzen aus der Zeit der Fatimiden wurden vom Hafengrund geborgen, wie die Antikenverwaltung bekanntgab. Vermutlich habe ein Wintersturm den Meeresboden aufgewühlt und die Goldstücke freigelegt.

«Unschätzbarer Wert»

Es handle sich um den «grössten je in Israel gefundenen Goldschatz». Er wiege neun Kilo und sei von «unschätzbarem» Wert. Erst habe die Tauchergruppe gedacht, bei dem blinkenden Gold handle es sich um Spielmünzen. Sie hätten einige Münzen eingesammelt und sie dem Tauchclubleiter gebracht. Dieser wiederum habe die Behörden alarmiert. Fachleute bargen schliesslich den Rest der Münzen.

Kein Finderlohn

Die Fatimiden beherrschten Teile der Region von 909 bis 1171. Meeresarchäologe Kobi Scharwit von der Antikenbehörde sagte, der Schatz stamme vermutlich von einem Schiffswrack, das Steuereinnahmen an Bord hatte. Es könne sich aber auch um ein untergegangenes Handelsschiff gehandelt haben.

Ausgrabungen am Meeresgrund sollen nun weitere Erkenntnisse liefern. Die Taucher, die die Münzen entdeckten, bekommen übrigens keinen Finderlohn, wie eine Behördensprecherin sagte.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Tja, es gilt in jedem Fall ein ehrlich fairen 10% Finderlohn. So wuchs ich auf. Ich fand auch mal ein Portemonnaie mit grösserer Summe. Der glückliche Besitzer klatsche mir ohne Wenn und Aber eine erkleckliche Summe in die Hand. Nahe meines ganzen jugendlichen Taschengeldes. Als Taucher weiss ich jetzt, verbünde dich ja nie mit Staaten, besser Hehler. Die sind zwar auch korrupt, aber handeln nach Motto: „Eine Hand wäscht die andere.“ Traurig aber wahr.
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  • Kommentar von Christophe Bühler, 8135 Langnau am Albis
    Naja fair ist das bestimmt nicht, ein angemessener Finderlohn bei einem 9 Kilo Goldschatz stände auch im Land der Bibel den ehrlichen Tauchern zu.
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    1. Antwort von J.B. Chardin, 8135 Langnau am Albis
      Herr Plan, es ist eben doch ein Unding, dass eben aufgrund des "deutschen Kantönligeists" am Ende die wissenschaftliche Auswertung der Altertumsfunde durch die falsche Angabe des Fundortes verunmöglicht wird, bzw. dass ein völlig falsches Bild entsteht. Stellen Sie sich nur mal vor, der Silberfund von Augusta Raurica wäre etwa nach Bayern geschmuggelt und Regensburg als Fundort angegeben worden ....
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  • Kommentar von R.Schäfer, Aargau
    Was soll das abschätzige gerede? In Deutschland beispielsweise ist dies ebenfalls so geregelt. Fachleute argumentieren, dass die Geschichte unser gemeinsames Erbe ist und deswegen, wie alle ihre Zeugnisse, der Öffentlichkeit gehört. Wenn ein Fund nicht gemeldet wird, ist dies dort eine Straftat. In der Schweiz erhält man eine Entschädigung, welche vom Kantonsarcheologen festgelegt und ihm "als angemessen erscheint"...!!! Angemessen ist auch eine Frage der Perspektive...
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    1. Antwort von J.B. Chardin, Aargau
      @ R. Schäfer, das ist leider nicht überall gleich geregelt in Deutschland. Deshalb werden dann etwa Funde aus BW in Bayern gemeldet, mit Fundort irgend wo in Bayern ... Zufällig erst kürzlich darüber was gelesen/gesehen.
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    2. Antwort von Peter Plan, Aargau
      @ Chardin. Gott sei dank ist nicht überall alles gleich geregelt. Es gibt tatsächlich so was wie Unterschiede in Kultur, Werten und Normen. Der Herr Schuf die unterschiedlichen Menschen, nicht die gleichen. Schön, dass wir uns dieser veilfalt erfreuen dürfen.
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