Koks und Kondome für den Vatikan

Der deutsche Zoll hat ein Paket mit ungewöhnlichem Inhalt abgefangen – noch ungewöhnlicher war aber die Adresse des Empfängers: Die Lieferung mit 350 Gramm Kokain, verpackt in Kondomen, war für den Vatikan bestimmt.

Pakete Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine fromme Empfangsadresse, aber alles andere als tugendhaft: Ein Drogen-Paket war an den Vatikan adressiert. Keystone/Symbolbild

Beamte am Zoll des Flughafens Leipzig-Halle haben im Januar eine brisante Entdeckung gemacht. Ein Paket, das für den Vatikan bestimmt war, enthielt 340 Gramm Kokain in flüssiger Form. Abgepackt war die illegale Substanz in 14 Kondomen, wie die «Bild am Sonntag» nun publik machte.

Drogenlieferung aus Südamerika

Der Schwarzmarktwert des Rauschgifts soll bei gut 40'000 Euro liegen. Als Adresse wurde lediglich die Poststelle des Vatikans vermerkt, ein konkreter Name wurde auf dem aus Südamerika stammenden Paket nicht angegeben.

Der deutsche Zoll übergab die Drogen einem Polizisten des Vatikanstaats in Rom. Die Falle schnappte bislang aber nicht zu: Niemand versuchte, das Paket abzuholen. Die deutschen Ermittler gehen laut der Zeitung inzwischen davon aus, dass der unbekannte Empfänger einen Tipp bekommen hat und die Aktion verraten wurde.

Die Ermittlungen zu den Hintermännern des Kokain-Paketes sollen jetzt gemeinsam mit dem Interpol-Büro des Vatikans fortgeführt werden.