Lego rüstet auf

Als Lego 1949 seine ersten Plastiksteine auf den Markt brachte, war diese Welt noch heil. Die Klötze waren eckig, die Bauwerke harmlos. Inzwischen aber sind die Produkte der Dänen brutaler geworden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie: Demnach enthalte jeder dritte Baukasten heute Waffen.

Die Spielzeugwelt des dänischen Herstellers Lego ist einer Studie zufolge brutaler geworden. «Die Lego-Produkte sind nicht so unschuldig, wie sie es früher einmal waren», fasst Forscher Christoph Bartneck von der University of Canterbury in Neuseeland die Ergebnisse zusammen.

Lego stellt seine bunten Plastik-Bausteine seit 1949 her. 29 Jahre später tauchten erstmals Waffen auf: ein Ritterburg-Set enthielt Schwerter, Lanzen und Beile.

Für ihre Untersuchung durchforsteten die Wissenschaftler Lego-Sets von 1973 bis 2015. Sie fanden heraus, dass die Sets stetig gewaltsamer wurden. Inzwischen enthalten nach ihren Angaben rund 30 Prozent der Baukästen Waffen.

Lego sieht darin keine Gefahr. «Wir sind nicht der Meinung, dass unsere Produkte zu Gewalt auffordern», sagte eine Sprecherin des Konzerns. In einigen Legowelten gehe es um Konflikte, und die seien Teil des Alltags der Kinder.